Lebenslang Grün-Weiß

Schmerzhafte Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen

Gegen Bayer Leverkusen mussten die Werder-Frauen sich mit 0:3 geschlagen geben und konnten dabei leider nicht an ihr Leistungsvermögen anknüpfen.


Werder Bremen hatte sich für das Spiel sehr viel vorgenommen. Leider konnte das Team die Nervosität das gesamte Spiel über nicht ablegen und hatten zu großen Respekt vor dem Gegner. Leverkusen war im Zweikampfverhalten aggressiver, bissiger und einsatzfreudiger. Werder Bremen brachte sich leider unnötig in brenzliche Situationen, indem sie immer wieder ihre eigene Torhüterin durch Rückpässe in Bedrängnis brachten. Dieses hatte Leverkusen sehr schnell durchschaut und lauerten. Leider konnte Werders Abwehr dieses im Laufe des Spiels nie ablegen und machte somit den Gegner immer wieder stark. Es hat an diesen Tag leider nicht viel gebraucht um gegen Werder Bremen zu gewinnen.

Werder begann das Spiel nervös und Bayer Leverkusen setzte Werder Bremen unter Druck. Irina Pando traf dann in der 18. Minute zur 1:0 Führung für die Gäste. Danach kam Werder Bremen etwas besser ins Spiel, konnte war jedoch zu unpräzise im Passspiel.

Die in der zweiten Hälfte der 1. Halbzeit zunehmende Sicherheit im Spiel konnten die Grün-Weißen leider nicht in die 2. Halbzeit nehmen. Zwar kamen sie das ein oder andere mal etwas gefährlicher vor dem gegnerischen Tor, doch blieben sie dabei erfolglos. Besser machte es da Bayer Leverkusen, die individuelle Fehler in der 62. Minute durch Verena Wieder zum 0:2 und Irina Pando in der 81. Minute zum 0:3 Endstand trafen.

Es war auch in der Höhe ein verdienter Sieg für Bayer Leverkusen, die im 4 Spiel den 3 Sieg feiern konnte und auf die Champions-League blicken kann. Für Werder Bremen, die nach dem Spiel auf den letzten Platz abgerutscht sind, heißt es wohl in dieser Saison wieder Abstiegskampf. Dieser muss nun angenommen werden. Dabei sind jedoch vier Teams punktgleich. SC Freiburg (3:9 Tore), SC Sand (1:9) und der 1. FC Köln (2:13) haben nur das etwas bessere Torverhältnis im Vergleich von Werder Bremen (1:14).


Fazit: Diese Niederlage tat wirklich weh. Und deswegen fällt dieses Fazit nun auch vielleicht ein wenig persönlicher aus wie sonst üblich. Gewöhnlich versuche ich die Berichte ja noch am gleichen Tag zu schreiben, jedoch war meine Enttäuschung gestern so groß gewesen und hätte ich den Bericht gestern geschrieben, dann wäre er zu emotional geworden und vernichtend gewesen. Damit hätte ich dem Team jedoch nicht geholfen, denn ich konnte auch erkennen, dass sie richtig niedergeschlagen waren. Da haut man dann nicht noch oben drauf. Das ist einfach nicht mein Stil. Deswegen habe ich lieber eine Nacht drüber geschlafen und fasse nun mein Fazit zusammen und das Negative nun mal in Kurzfassung: Leider hatte es gestern am Zweikampfverhalten gemangelt und man hatte sich leider nicht gegenseitig geholfen. Dazu fehlte es an kreativen Ideen im zentralen Mittelfeld. Die Spitzen waren oftmals frei, jedoch wurden diese leider nicht bedient und aus der Innenverteidigung fehlte es am Tempo im Spielaufbau. Punkt, das war es eigentlich schon.

Nun komme ich jedoch zu dem was ich dem Team gerne mitgeben möchte. Dieses Spiel ist ein Spiel gewesen, woraus die Mannschaft lernen muss. Die Mannschaft besteht aus vielen jungen Spielerinnen, die erst jetzt die ersten Erfahrungen in der 1. Frauenbundesliga machen. Fehler werden oft gnadenlos bestraft. Es stehen jedoch auch viele Spielerinnen in der Mannschaft, die mittlerweile über viel Erfahrung in der höchsten Spielklasse verfügen. Besonders auch die Spielführerinnen, die quasi Expertinnen in Sache Abstiegskampf sind. Und eben auf diese kommt es nun gerade an. Diese müssen nun vorangehen und ihre jungen und unerfahrenen Mitspielerinnen an die Hand nehmen und helfen mit solchen Situationen umzugehen. Nun kommt es darauf an als Team zu funktionieren, sich gegenseitig zu unterstützen und sich sprichwörtlich aus dem „Sumpf“ zu ziehen. Das Werder Bremen das kann wissen wir, denn zweimal hat Werder Bremen den Klassenerhalt geschafft. Und wir trauen es Euch zu, dass ihr es wieder schafft. Glaubt an Euch und besinnt Euch auf Eure Stärken. Zusammen schaffen wir das.

An dieser Stelle nochmal ein großes Kompliment! Die Mannschaft war zum großen Teil nach dem Spiel zu uns Fans gekommen. Genau das ist es was es in dieser Situation braucht: Spielerinnen, Trainer und Betreuer/innen stehen mit den Fans zusammen schwierige Zeiten durch und stehen nach dem Spiel zusammen. Das kann zum Schluss den Unterschied ausmachen.


Spielstatistik Werder Bremen:

Startaufstellung: Borbe – Timmermann, Ulbrich, Hausicke, Tóth – Walkling (64. Meyer), Dieckmann, Gidion – Wichmann, Sehan (83. Weiß), Lührßen (55. Sternad)

Bank: Witte, Schichtl, Weiß, Bernhardt, Meyer, Sternad

Tore: 0:1 Pando (18.), 0:2 Wieder (62.), 0:3 Pando (81.)

Gelbe Karten Werder: Ulbrich, Gidion


Kategorisiert als:1. Frauen, News, Top-News

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