Lebenslang Grün-Weiß

Werder Bremen verliert stark ersatzgeschwächt gegen Turbine Potsdam

Die Werder-Frauen mussten am 16. Spieltag gegen Turbine Potsdam eine 0:5 Niederlage hinnehmen. Dabei war das Team von Thomas Horsch durch Coronafälle im Team stark ersatzgeschwächt und es war zwischenzeitlich nicht sicher gewesen, ob die Partie überhaupt angepfiffen werden konnte.

Gegen den Tabellenfünften (vor der Partie) wehrte sich das Team von Thomas Horsch zwar aufopferungsvoll, konnte jedoch gegen die starke Offensive der Brandenburgerinnen nicht viel ausrichten. Bereits vor der Partie war klar, dass es an diesem Nachmittag eine übergroße Herausforderung war, denn mit Michelle Ulbrich und Katharina Schiechtl fiel die etatmäßige Innenverteidigung wegen positiver Corona-Test aus. Zudem ereilte das gleiche die starken Offensivtalente Tuana Keles und Maja Sternad.


Zum Spiel: Werder-Trainer Thomas Horsch lief mit allem auf, was er noch zur Verfügung hatte. Auf der Bank nahmen Kira Witte und Jette Zimmer Platz, die eigentlich auch noch nicht einsatzfähig waren. Zu den beiden gesellten sich noch Agata Tarczyńska, die auch angeschlagen war. Entsprechend war es auch nicht verwunderlich, dass der Trainer die Mannschaft auf dem Platz durchspielen ließ. Vor der Partie gedachten beide Teams mit den Zuschauern in einer Schweigeminute an die Opfer des Krieges in der Ukraine.

Werder Bremen begann forsch und Kristin Meyer hatte die erste Chance in der Partie. Danach dominierte die Gäste aus Potsdam die Partie. Sara Agrez (10.) brachte die Gäste durch einen Foulelfmeter mit 0:1 in Front. Turbine Potsdam erhöhte bis zur Halbzeitpause noch auf 0:3 durch ein Eigentor von Anneke Borbe (32.), wo sie zwar unglücklich, sondern fern aller Schuld dran war und Gina Chmielinski (40.).

Auch in der 2. Halbzeit waren die Gäste die dominierende Mannschaft und wiederum Gina Chmielinski (53.) und Melissa Kössler (79.) trafen zum 0:5 Endstand. Zwar gaben sich die Bremerinnen sich zu keiner Zeit auf und versuchten auch nach vorne Akzente zu setzen, doch zu einem Ehrentreffer kamen sie dabei leider nicht.

Der Sieg die Gäste aus Potsdam war auch in der Höhe gerecht und entsprach auch dem Spielverlauf. Nach dem Spiel wussten jedoch die Grün-Weißem die Niederlage richtig einzuschätzen und blicken nun zuversichtlich nach vorne, wohlwissend, dass sie immer noch mit 4 Punkten über dem Strich stehen und den Verbleib in der Klasse in den eigenen Händen haben.


Fazit: Die Mannschaft hat in dem Spiel alles reingeworfen, was es in dem Spiel reinzuwerfen galt. Natürlich waren einige Gegentreffer unglücklich, jedoch musste Werder Bremen heute mit einer komplett umgestellten Innenverteidigung agieren. Außerdem kam mit Potsdam die zweitstärkste Offensive an die Weser.
In erster Linie wünschen wir allen betroffenen Spielerinnen, die an Covid-19 erkrankt sind, einen möglichst milden/komplikationslosen Verlauf und ein baldiges Zurückfinden zur alten Stärke. Wir hoffen, dass das Team dabei sinnbildlich näher zusammenrückt und ein „Jetzt erst recht“-Gefühl aufbauen kann. Wir stehen hinter Euch!


Spielstatistik Werder Bremen:

Startaufstellung: Borbe – Bötjer, Dieckmann, Bernhardt – Weiß, Gidion, Walkling, Toth – Wichmann, Meyer, Lührßen

Bank: Witte, Zimmer, Tarczyńska

Tore: 0:1 Agrez (10., FE), 0:2 Borbe (32., ET), 0:3 Chmielinski (40.), 0:4 Chmielinski (53.), 0:5 Kössler (79)

Gelbe Karten: Borbe, Dieckmann, Weiß, Meyer / Plattner


Offizielles Statement der 1. Vorsitzenden des 1. offizieller Frauenfussball Fan Club e. V. „SV Werder“:
Es gab einige Kommentare auf der offiziellen Seite von Werder Bremen Frauenfußball zu lesen, die ich irritierend und auch unfair der Mannschaft und deren Verantwortlichen gegenüber empfunden habe. Habt bitte Verständnis, dass ich dieses hier nicht näher wiedergeben möchte.
Leider nehmen solche Kommentare im deutschen Frauenfußball vermehrt Einzug. Dieses ist nicht nur bei Werder Bremen erkennbar, sondern kann bei alles sozialen Medien in der 1. Frauenbundesliga beobachtet werden. Natürlich hat jeder das Recht Kritik zu äußern und die Mannschaften müssen auch damit umgehen lernen. Hierbei sollte allerdings drauf geachtet werden, dass die Kritik möglichst konstruktiv erfolgt und nicht destruktiv. Die Spielerinnen und Verantwortlichen sind Menschen und opfern sehr viel für ihre Leidenschaft „Fußball“. Es steht keinem Fan zu, Spielerinnen als „Egoisten“ zu bezeichnen oder einer Frauenfußballabteilung mangelnden Einsatz vorzuwerfen. Wir kennen nur die Spielerinnen auf dem Fußballplatz, vielleicht auch ein wenig den Menschen hinter der Spielerin, jedoch nicht die private Person, dass wir uns solche Urteile erlauben können. Das gleiche gilt für die Frauenfußballabteilung, wo wir die internen Hintergründe der Infrastruktur nicht kennen. Wir Fans sind nur Beobachter des Geschehens von außen und bestenfalls Unterstützer/innen der Teams bei guten und schlechten Zeiten.
Deswegen unterstützt das Team und glaubt weiter an die Mannschaft. Zu diesem Zeitpunkt in der Hinrunde hatten sie auch nur einen Punkt. Am Ende waren es 11.
Die wichtigen Spiele kommen erst jetzt!

grün-weiße Grüße
Dagmar „Dagi“ Henke
1. Vorsitzende



Kategorisiert als:1. Frauen, News, Top-News

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