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Zwei Werderanerinnen mit Essener Vergangenheit – Vorbericht Teil 2

Am kommenden Sonntag steht nun der 8. Spieltag der Allianz Frauen Bundesliga an, und diesen mal kommt die SGS Essen zu Gast an die Weser. Wie im ersten Teil des Vorberichts schon erwähnt kommt hiermit auch eine ehemalige Werderanerin zurück zur alten Wirkungsstätte (Manjou Wilde (SGS Essen) zurück an die Weser – Vorbericht Teil 1 ). Das der Weg auch anders herum gehen kann,  zeigt der aktuelle Kader der Werder-Frauen. Mit Stephanie Goddard und Lena Pauels stehen gleich zwei Spielerinnen, die zuvor u. a. in Essen ihre Fußballschuhe geschnürt haben.

Vorbericht Werder - Essen

Doch erstmal zum Spiel. Nach der 0:4 Klatsche gegen den 1. FFC Frankfurt kommt nun der aktuell Tabellen-Fünfte. Die SGS Essen verfügen über einige aktuelle Nationalspielerinnen und haben eine individuell starke Truppe am Start. Zwar müssen sie seit Beginn dieser Saison u. a. auf Charline Hartmann (Karriereende) und die japanische Weltmeisterin von 2011 Kozue Ando (zurück  in die Heimat) auf zwei wichtige Leistungsträgerinnen der letzten Jahre verzichten, so ist der Ruhrpott-Verein jedoch ein unangenehmer und unberechenbarer Gegner wo es vor zwei Jahren im Hinspiel ein 0:3 in Essen und eine bittere 0:6 Heimniederlage in der Allianz Frauen Bundesliga gab. Das es gegen die Essenerinnen jedoch Hoffnung auf etwas Zählbares gibt, zeigen die vergangenen Spiele der Frauen der SGS. Zwar konnten sie gegen die Turbine aus Potsdam einen Punkt mitnehmen und ließen dem FF USV Jena beim 6:0 keinen Hauch einer Chance, jedoch mussten sie im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim eine 1:2 Niederlage hinnehmen. Daran sieht man das Hauptproblem dieser Mannschaft, was sie schon die letzten Jahre immer hatten – Ihre Inkonstanz. An guten Tagen können sie jeden Gegner der Allianz Frauen Bundesliga schlagen, jedoch haben sie auch immer wieder Spiele, wo sie weit unter ihren Möglichkeiten bleiben und dann auch gegen vermeintlich schwächere Teams federn lassen müssen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und Leidenschaft können die Werder-Frauen auf etwas zählbares hoffen, was im Hinblick dieses Spieltages (Jena empfängt Hoffenheim und Duisburg spielt gegen den 1. FC Köln) die direkten Konkurrenten gegeneinander spielen und somit auch jedenfalls punkten werden. Deshalb ist es auch jede Unterstützung von uns Fans an diesem Wochenende unglaublich wichtig. Wir hoffen Euch in großer Anzahl beim Spiel sehen zu können.

Stephanie Goddard

Stephanie Goddard

Zusätzlich hoffen wir auch, dass Stephanie Goddard nach Verletzungspause wieder in die erste Mannschaft zurückkehren kann. In den letzten zwei Wochen ist sie schon zweimal bei der 2. Mannschaft aufgelaufen. Gerade sie ist unglaublich wichtig, weil sie zu den routinierteren Spielerinnen im Team und auch eine wichtige Führungsspitze in der Mannschaft ist, gehört sie schon seit 2011 der Werder-Frauen an und trägt einen wesentlichen  Anteil an der grün-weißen Erfolgsgeschichte. Zuvor lernte die englisch stämmige Stürmerin beim SV Avenwedde das Fußballspielen, wo sie von 1996 – 2000 spielte. Danach schloss sie sich dem FC Gütersloh 2000 bis 2007 an, wo sie zuerst bei den Juniorinnen und danach bei der 1. Mannschaft spielte. Von 2007 bis 2009 sammelte sie beim FC 2001 Duisburg erste Erfahrungen in der 1. Frauenbundesliag, bevor sie von 2009 bis 2011 bei der damaligen SG Essen-Schönebeck ihre Fußballschuhe schnürte. In dieser Zeit stand ihre Fußballkarriere zwischenzeitlich auf der Kippe, weil bei einer Routineuntersuchung ein Aneurysma an der Aorta (Ausweitung der Hauptschlagader nahe des Herzens) bei ihr festgestellte wurde und somit lange nicht klar war ob sie je wieder Sport treiben könne. Zum Glück verlief die Herz-OP erfolgreich und sie konnte nach einer langen Leidenszeit ihre Fußballkarriere wieder fortsetzen. Nach einem zwischenzeitlichen Abstecher in die USA bei Virginia Beach Piranhas kam sie zur Saison 11/12 zu Werder Bremen und wurde dort zu einer festen Größe. Diverse Titel kann sie auf ihrer Habenseite verweisen:  2007 wurde sie U-19 Europameisterin, 2009 DFB-Pokalsiegerin und UEFA Woman Cup Siegerin mit Duisburg, sowie mit den B-Juniorinnen des FC Gütersloh gewann sie 2002 die Deutsche Meisterschaft.

Auf eine andere Spielerin werden die Werder-Frauen leider verzichten müssen. Die eigentliche Stammtorhüterin Lena Pauels wird aufgrund eines Wadenbeinbruchs noch länger ausfallen.  Die gebürtige Rheinländerin begann beim KSV Kevelaer ihr Fußballkarriere, bevor sie sich 2013 sich der Jugendabteilung der SGS Essen bis 2015 anschloss.  Von 2014 bis 2016 agierte sie bei der 2. Mannschaft in der Regionalliga, wo sie zusätzlich von 2015 bis 20016 auch in der ersten Mannschaft zu Einsätzen in der Allianz Frauen Bundesliga kam. Im Sommer 2016 schloss sie sich, nach bestandenem Abitur, der 1. Frauenmannschaft des SV Werder Bremens an, wo sie schnell zur Stammtorhüterin aufstieg und somit einen wesentliche Teil zum Wiederaufstieg beitrug. Seit 2012 gehört sie zudem zur Auswahl der U – Nationalmannschaften an, wo sie 2014 ihren bislang größten Titel als U-17 Euromeisterin erringen konnte. Zudem gewann sie mit der SGS Essen in der Saison 13/14 die B-Juniorinnen Bundesliga West/Südwest, wo sie im Halbfinale dann gegen die Turbine aus Potsdam ausschied.

Lena Pauels

Lena Pauels

 

Kategorisiert als:1. Frauen, News

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