Ein letztes Mal in dieser Saison, ein letztes Mal gemeinsam Grün-Weiß: Für die Werder-Frauen geht es am Sonntag um 14:00 Uhr zum Saisonabschluss nach Leverkusen. Sportlich ist der große Druck raus, aber emotional steckt in diesem Spiel noch einmal richtig viel. Larissa Mühlhaus trägt zum letzten Mal das Werder-Trikot und kämpft zugleich noch um die Torjägerinnenkrone, Maja Sternad trifft auf ihren künftigen Verein und für diese Mannschaft endet eine Saison, in der sie viel Entwicklung, Charakter und Zusammenhalt gezeigt hat. Jetzt gilt es, diesen Weg würdig zu Ende zu bringen.

Zum letzten Mal in dieser Saison heißt es für die Werder-Frauen: auswärts antreten, Kräfte sammeln, zusammenhalten und noch einmal alles auf den Platz bringen. Am Sonntag wartet mit Bayer 04 Leverkusen noch einmal eine richtig anspruchsvolle Aufgabe. Für Werder ist es der Abschluss einer starken und besonderen Saison. Für Leverkusen geht es dagegen noch um richtig viel.
Die Gastgeberinnen kämpfen am letzten Spieltag noch um Platz drei und damit um die Qualifikation für die UEFA Women’s Champions League. Bayer muss seine eigene Aufgabe gegen Werder erledigen und gleichzeitig auf die Konkurrenz schauen. Gerade deshalb wird dieses Spiel kein lockerer Saisonabschluss, sondern ein Duell mit hoher Spannung. Leverkusen wird alles investieren, weil für den Verein noch ein großer Schritt möglich ist.
Auch aus Werder-Sicht bekommt dieses Rennen um Platz drei eine besondere persönliche Note. Larissa Mühlhaus verlässt den SVW im Sommer in Richtung Eintracht Frankfurt und damit zu einem Club, der dauerhaft oben mitspielen will. Gleichzeitig geht es für sie in Leverkusen auch noch um die Torjägerinnenkrone der Liga. Ihr letztes Spiel im grün-weißen Trikot kann also noch einmal ein ganz besonderer Moment werden. Ein Tor zum Abschied, vielleicht sogar mit Blick auf die Torjägerliste, würde zu dieser außergewöhnlichen Saison von ihr passen.
Mühlhaus hat bei Werder eine enorme Entwicklung genommen. Sie wurde zur prägenden Offensivspielerin, zur Nationalspielerin und zu einem Gesicht dieser Saison. Ihr Abschied wird sportlich wehtun. Gleichzeitig zeigt ihr Weg auch, was bei Werder möglich ist: Spielerinnen können sich hier entwickeln, Verantwortung übernehmen und den nächsten Schritt machen. Dass dieser nächste Schritt nun nach Frankfurt führt, gehört zur Realität dieses Sommers.
Auch Maja Sternad steht in Leverkusen besonders im Fokus. Sie verlässt Werder nach fünf Jahren und schließt sich ausgerechnet Bayer 04 Leverkusen an. Damit trifft Werder am letzten Spieltag auf den künftigen Verein einer Spielerin, die selbst noch einmal im grün-weißen Trikot auflaufen könnte. Heute noch Gegnerin von Bayer, ab Sommer Teil der Werkself. Solche Geschichten schreibt eben nur der Fußball.
Und auch Hoffenheim spielt in diesem Saisonfinale indirekt mit hinein. Dort hat Chiara Hahn, die anderthalb Jahre für Werder Bremen spielte, ihren Vertrag verlängert. Auch die TSG gehört zu den Clubs, die im oberen Bereich der Liga eine wichtige Rolle spielen. Für Werder selbst geht es nicht mehr um Platz drei, aber die Verbindungen zeigen, wie eng die Geschichten dieser Liga inzwischen miteinander verwoben sind. Ehemalige Werder-Spielerinnen stehen bei Vereinen, die um Europa kämpfen, während Werder selbst versucht, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen.
Leverkusen erlebt zugleich einen emotionalen Nachmittag. Kapitänin und Torhüterin Friederike Repohl beendet ihre Karriere. Damit verabschiedet Bayer eine prägende Spielerin und Führungspersönlichkeit. Solche Abschiede geben einem letzten Heimspiel noch einmal eine besondere Wucht. Leverkusen wird nicht nur wegen Platz drei hochmotiviert sein, sondern auch, weil man die eigene Kapitänin mit einem Erfolg verabschieden möchte.
Für Werder bedeutet das: Es wird kein normales Auswärtsspiel. Bayer hat sportlich noch viel zu gewinnen, emotional einiges zu verabschieden und das eigene Publikum im Rücken. Genau solche Spiele können eine eigene Dynamik entwickeln. Umso wichtiger wird es für die Grün-Weißen sein, von Beginn an wach zu sein, mutig zu bleiben und nicht nur zu reagieren.
Werder selbst reist mit Rückenwind ins Rheinland. Das letzte Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena wurde mit 7:0 gewonnen. Es war ein klarer Erfolg, ein würdiger Heimabschluss und ein deutlicher Beleg dafür, was in dieser Mannschaft steckt. Gleichzeitig lag über diesem Spiel bereits spürbar der Abschied von vielen Spielerinnen. In Leverkusen folgt nun der endgültige Schlusspunkt unter diese Saison.
Für uns als Fanclub ist dieses letzte Saisonspiel deshalb mehr als nur der 26. Spieltag. Es ist ein letzter gemeinsamer Auftritt einer Mannschaft, die in dieser Saison viel gezeigt hat: Entwicklung, Charakter, Zusammenhalt und immer wieder diesen grün-weißen Willen, auch schwierige Phasen anzunehmen. Nach dem Spiel beginnt ein neuer Abschnitt. Der Sommer wird spannend, vielleicht auch unruhig, aber diese Saison bleibt eine, auf die Werder mit Stolz schauen kann.
Jetzt geht es noch einmal nach Leverkusen. Noch einmal 90 Minuten. Noch einmal alles geben. Noch einmal gemeinsam Grün-Weiß leben.
Auf geht’s Werder. Ein letztes Mal in dieser Saison.
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