Das letzte Heimspiel der Saison 2025/26 war für die Werder-Frauen kein ganz normaler Spieltag. Schon vor dem Anpfiff war zu spüren, dass an diesem Nachmittag mehr in der Luft lag als nur 90 Minuten Fußball. Vor 1.752 Zuschauer*innen ging es gegen den bereits als Absteiger feststehenden FC Carl Zeiss Jena, aber es ging eben auch um Abschiede, Dankbarkeit und um das Ende eines Kapitels.
Vor der Partie wurden mehrere Spielerinnen offiziell verabschiedet. Einige von ihnen standen danach noch einmal im Werder-Trikot auf dem Platz. Zu unserem gesonderten Beitrag über die Abschiede geht es hier:

Der Stimmungsblock dankt Birte Brüggemann mit einem großen „Danke Birte“-Banner.
Auch Birte Brüggemann wurde an diesem Tag nicht vergessen. Der Stimmungsblock bedankte sich mit einem großen Banner bei der ausgeschiedenen Chefin der Frauenfußballabteilung. „Danke Birte“ stand dort zu lesen. Eine einfache, aber sehr würdige Geste für eine Frau, ohne die der Frauenfußball bei Werder in dieser Form kaum denkbar wäre. Birte Brüggemann hat diese Abteilung mit aufgebaut, geprägt und über viele Jahre begleitet. Für viele ist sie so etwas wie die Mutter dieser Abteilung, weil sie den Frauenfußball bei Werder mit aus dem Boden gestampft und ihm ein Fundament gegeben hat.
Auch für unseren Fanclub hat Birte eine besondere Bedeutung. Wir sind mit dieser Abteilung zusammen gewachsen. Vom ersten Tag an war sie da, und wir waren es auch. Deshalb gilt auch von unserer Seite noch einmal ein ehrliches Dankeschön. Diesen Dank haben wir bereits bekundet, aber an so einem Tag gehört er auch noch einmal sichtbar ausgesprochen.
Sportlich hätte Werder diesen Heimabschluss kaum besser gestalten können. Die Grün-Weißen waren sofort da, spielten konzentriert, zielstrebig und mit viel Lust nach vorne. Schon früh fiel die Führung durch Larissa Mühlhaus, kurz darauf legte Lina Hausicke nach. Werder blieb auch danach klar überlegen und ließ Jena kaum ins Spiel kommen.
Noch vor der Pause erhöhte Larissa Mühlhaus mit ihrem zweiten Treffer, ehe Lara Schmidt kurz vor dem Halbzeitpfiff das 4:0 erzielte. Damit war die Partie praktisch entschieden, aber Werder machte auch nach dem Seitenwechsel weiter. Maja Sternad traf zum 5:0, Sarah Ernst erzielte in der Schlussphase ihr erstes Bundesligator für Werder, und Larissa Mühlhaus setzte in der Nachspielzeit mit ihrem dritten Treffer den Schlusspunkt zum 7:0.
Gerade an diesem Tag passte es, dass einige Spielerinnen, die den Verein im Sommer verlassen, noch einmal sichtbar Spuren hinterließen. Das machte diesen Sieg emotionaler als ein normales 7:0 gegen einen Absteiger. Es war ein sportlich klarer, aber auch menschlich besonderer Abschied vom eigenen Publikum.
Nach dem Schlusspfiff ging der Dank dann zurück an die Fans. Die Mannschaft kam mit einem großen Banner auf den Platz: „Danke an die besten Fans der Welt.“ Nach einem Nachmittag voller Tore, Abschiede und Emotionen war das ein starkes Bild. Es zeigte noch einmal, dass diese Saison nicht nur auf dem Rasen etwas bewegt hat, sondern auch in der Verbindung zwischen Mannschaft und Fans.

Nach dem Schlusspfiff bedankt sich das Team bei den Fans.
Mit dem deutlichen Heimsieg erreicht Werder die Marke von 40 Punkten und hat Platz sechs sicher. Für eine Saison mit vielen Belastungen, einigen schwierigen Phasen und einem nun anstehenden größeren Umbruch ist das ein starkes Zeichen. Diese Mannschaft hat sich vor heimischer Kulisse noch einmal so verabschiedet, wie man es sich als Fan wünscht: mit Einsatz, Spielfreude, Toren und Gefühl.
Von diesem letzten Heimspiel bleibt viel hängen: sieben Tore, 1.752 Zuschauer*innen, würdige Abschiede, ein Dank an Birte Brüggemann und ein schöner Moment zwischen Mannschaft und Fans. Ein Nachmittag, der sportlich deutlich war und emotional noch länger nachwirken wird.
Fazit: Ein Heimabschluss, wie man ihn sich kaum besser wünschen kann. Werder gewinnt klar, verabschiedet mehrere Spielerinnen würdig und zeigt noch einmal, wie viel Gefühl in diesem Team und in diesem Umfeld steckt. Lebenslang Grün-Weiß.
Zum Abschluss wartet nun noch das Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen. Danach beginnt bei den Werder-Frauen endgültig ein neuer Abschnitt.
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