Lebenslang Grün-Weiß

Werder-Frauen bezwingen Club-Frauen deutlich

Werder Bremen (GOOGLE PIXEL FRAUEN-BUNDESLIGA)
geschrieben von Dagi

Die Werder-Frauen konnten sich am vergangenen Samstag auf „Platz 11“ gegen die Frauen des 1. FC Nürnberg mit 4:0 (0:0) durchsetzen und starten damit erfolgreich in die Rückrunde in der GOOGLE PIXEL FRAUEN-BUNDESLIGA.

In Anbetracht einer torlosen ersten Halbzeit, in der Werder zunächst die bessere Mannschaft war, jedoch Nürnberg nach und nach besser ins Spiel kamen und bessere Torchancen kreierte, erwiesen sich die Grün-Weißen in der zweiten Halbzeit als deutlich überlegenes Team und sicherten sich einen verdienten 4:0-Sieg. Dosenöffner hierfür war ein umstrittener Handelfmeter.

Nur wenige Tage vor dem Spiel vermeldete Werder Bremen die Verpflichtung der norwegischen Nationaltorhüterin Guro Pettersen, die in dieser Begegnung jedoch noch nicht im Kader stand. Thomas Horsch nahm in der Startelf keine Veränderungen auf und schickte die gleiche Elf auf den Platz wie eine Woche zuvor gegen Bayer Leverkusen.

Die ersten Einschussmöglichkeiten in der ersten Halbzeit gehörten den Grün-Weißen. Sophie Weidauer hatte gleich zu Beginn in der 2. Minute zweimal die Gelegenheit, die Gastgeberinnen in Führung zu bringen. Die Gäste fanden danach jedoch besser ins Spiel und standen hinten kompakt. Sie versuchten über schnelle Konter zum Torerfolg zu kommen, konnten diese jedoch entweder nicht nutzen oder scheiterten an Livia Peng. Erst in der Schlussphase wurde das Spiel der Werder-Frauen wieder druckvoller. Werder versuchte es dann auch mal aus der zweiten Reihe, jedoch verfehlten Sophie Weidauer (36.), Ricarda Walkling (37.) und Nina Lührßen per Freistoß (40.). Damit ging es torlos in die Pause.

Nach der Halbzeitpause erhöhten die Werder-Frauen den Druck und übernahmen allmählich die Kontrolle über das Spiel. Dann hatten sie gleich zweimal Glück, als sie zunächst in der 58. Minute kein Gegentor hinnehmen mussten, als Nürnbergs Heim knapp am Tor vorbeiköpfte, nachdem Peng bei einer Flanke den Ball verpasst hatte. Kurz darauf hatten die Werder-Frauen nochmal Glück, dass eine Schiedsrichterentscheidung zu ihren Gunsten ausfiel. Nach Rücksprache mit der Schiedsrichterassistentin und der 4. Offiziellen entschied die Unparteiische Nadine Westerhoff auf Handelfmeter. Zuvor schoss Maja Sternad Nürnbergs Kapitänin Schmidt an, die daraufhin zu Boden ging. Nicht eindeutig war zu erkennen, ob es das Gesicht oder der Arm war. Zugegeben eine harte Entscheidung, wo wir die Aufregung der Nürnbergerinnen verstehen können.

Michelle Ulbrich ließ sich davon nicht irritieren und verwandelte den Strafstoß in der 62. Minute sicher. Nur zehn Minuten später war es erneut Michelle Ulbrich, die nach einer perfekten Ecke von Nina Lührßen frei zum Kopfball kam und zum 2:0 (72.) köpfte. Danach spielte sich das Geschehen hauptsächlich in der Hälfte der Nürnbergerinnen ab, und Werder Bremen wollte noch mehr.

In der 82. Minute erreichte nach einer Freistoßvariante ein strammer Schuss aus spitzem Winkel von Tuana Mahmoud Juliane Wirtz, die am zweiten Pfosten freistand und den Ball nur noch ins Netz schieben musste. Das 3:0 war der erste Pflichtspieltreffer für Juliane Wirtz im grün-weißen Trikot. Hierzu gratulieren wir herzlich. Eine weitere Flanke von Mahmoud war dann der Auslöser für das 4:0. Nürnbergs Schmidt versuchte zwar, die scharfe Flanke von rechts mit dem Kopf zu klären. Nürnbergs Keeperin Krammer schätzte die Flugbahn des Balls völlig falsch ein und ließ ihn ins Tor passieren. In der Nachspielzeit mussten die Grün-Weißen leider die Partie mit nur zehn Spielerinnen beenden, da Ricarda Walkling verletzt vom Platz musste. An dieser Stelle wünschen wir ihr gute Besserung. Das Wechselkontigent war zuvor ausgeschöpft. Am Ergebnis änderte diese Unterzahl dann jedoch nichts.

Besonders aufgrund der zweiten Halbzeit gewinnt Werder Bremen hochverdient die Begegnung und belegen nach dem 12. Spieltag mit 19 Punkten den 5. Platz in der GOOGLE PIXEL FRAUEN-BUNDESLIGA.

Nächste Woche reisen die Werder-Frauen zu den Frauen der TSG 1899 Hoffenheim, die mit 20 Punkten auf dem 4. Platz der Tabelle stehen. Karten zu dem Spiel gibt es hier. Es gibt zwar keine genauen Plätze für Gästefans. Empfohlen werden laut Auskunft der TSG Hoffenheim allerdings Sitzplatztickets auf der Hauptribüne in Block A6.

Fazit: In der ersten Halbzeit mussten sich die Werder-Frauen zunächst in die Partie hineinarbeiten und die Gäste aus Nürnberg spielten mutig und hätten zur Halbzeitpause die Führung durchaus verdient. Besonders in der Defensive wirkten sie dabei nicht immer sattelfest, und gegen einen offensiveren und spielstärkeren Gegner hätte das Spiel vermutlich einen anderen Spielverlauf nehmen können. Lobenswert ist jedoch, wie sich das Team besonders in der zweiten Halbzeit zurückgekämpft und gearbeitet haben und die Begegnung für sich entschieden haben. Es war sicherlich keine einfache Aufgabe an diesem Nachmittag, wo das Team von Kapitänin Lina Hausicke klar favorisiert war. Eine Rolle, die erst in dieser Saison den Werder-Frauen bei einigen Begegnungen zugesprochen werden kann, Das Team, unter der Leitung von Trainer Thomas Horsch, wächst jedoch allmählich in diese Rolle hinein und hat im Laufe der Saison einen beachtlichen Entwicklungs- und Reifeprozess durchlaufen. Ausschlaggebend für den Sieg war an diesem Nachmittag die Kaderbreite und die individuelle, sowie physische Überlegenheit. Dazu kommt, dass drei Tore über Standards erzielt wurden, wo sich Werder Bremen sehr variabel in der Ausführung war. Auch eine neue zugewonnene Stärke!

Anmerkung zu der Zuschauerzahl: Leider besuchten nur 512 Zuschauer die Begegnung. Natürlich hatte dabei zum einen die Spielansetzung der Männer (15:30 Uhr in Mainz) eine Rolle gespielt, wo auch viele Werderfans nach Mainz gefahren sind. Zum anderen war auch die Wetterprognose (Regen) nicht förderlich, und einige blieben deswegen zu Hause oder suchten Lokale auf, um das Männerspiel zu verfolgen. Wir hatten bis zu diesem Tag Glück, dass die Spiele der Frauen nicht am gleichen Tag wie die Spiele der Männer angesetzt waren. Da hatten einige andere Vereine der Frauenbundesliga mehr Pech gehabt. Wir haben für diese Ansetzung der Spieltage kein Verständnis, da es ja mittlerweile 6 unterschiedliche Spieltermine gibt. Es wird doch möglich sein, die Spiele so anzusetzen und die Begegnungen so zu koordinieren, dass sie nicht am gleichen Spieltag stattfinden. Und sollte es doch am gleichen Spieltag sein müssen, dann zumindest zu Uhrzeiten, wo sich die Begegnungen nicht überschneiden. Die Werder-Frauen haben jedenfalls einen höheren Zuschauerzuspruch verdient wie nur 512!
Wichtig: Die Kritik geht nicht an Werder Bremen, sondern an den DFB, DFL und den Medienvertretern, die für die Ansetzung der Spieltage verantwortlich sind.

Bildergalerie (© Oliver Baumgart) zum Spiel

Wichtiger Hinweis: Die Fotos zu den Spielen wurden von Oliver Baumgart für den Fanclub zur Verfügung gestellt. Die Rechte der Fotos bleiben beim Fotografen und benötigen seiner Zustimmung. Wir bedanken uns herzlich bei Olli das wir seine Fotos zu unseren Berichten verwenden dürfen. Andere Fotografen werden zudem zu den Bildern benannt. Auch da weisen wir extra darauf hin, dass nur für den Fanclub die Berechtigung dazu vorliegt, beziehungsweise zur Verfügung gestellt werden und wir als Fanclub dafür nicht haften.


Die Frauen- und Mädchenteams des SV Werder Bremen:

… hier kommt ihr auch auf die Buttons mit den Links zu den aktuellen Spieltagen und Tabellen in den jeweiligen Ligen. Auf der Seite des DFB (1. Frauen und U17) oder auf fussball.de (2. Frauen und U15):


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