Werder übersteht am Brentanobad eine wilde Anfangsphase dank einer starken Mariella El Sherif, arbeitet sich danach auf Augenhöhe in die Partie – wird aber vor der Pause von zwei konsequent ausgespielten SGE-Umschaltmomenten bestraft. Nach dem Wechsel fehlt nur das Anschlusstor, der freche Mühlhaus-Freistoß an die Latte bleibt der größte grün-weiße Moment.

Fritzy Kromp schickte folgende Startelf in die Begegnung: Mariella El Sherif, Ciara D’Angelo, Michelle Ulbrich, Larissa Mühlhaus, Maja Sternad, Michelle Weiß, Emöke Pápai, Lina Hausicke (C), Hanna Németh, Juliane Wirtz, Verena Wieder.
Bank: Vanessa Fischer, Kaylie Ronan, Reena Wichmann, Amira Arfaoui, Medina Dešić, Ricarda Walkling, Rieke Dieckmann, Lara Schmidt, Sharon Beck.
Änderung zum HSV-Spiel: Emöke Pápai rückte für Medina Dešić in die Startelf.
Frankfurt setzt früh Zeichen: Nach Ecke (3.) sieht Michelle Ulbrich fürs taktische Unterbinden Gelb (5.), Memeti zirkelt den fälligen Freistoß an die Latte (6.). El Sherif hält stark gegen Freigang (10.) und pflückt später einen Heber von Blomqvist (14.). Werder findet in die Partie: Mühlhaus’ direkter Freistoß streicht knapp vorbei (21.), eine Weiß-Chipvorlage nimmt Sternad sauber – Altenburg pariert (27.). Nach Eckball bleibt Sternad’s Schuss hängen (31.), ein tiefer Ball von Weiß zwingt Altenburg weit aus dem Tor; Wieder’s Abschluss landet bei der Keeperin (32.).
Dann trifft die SGE in Werders stärkster Phase doppelt: Zunächst rettet El Sherif zweimal glänzend, doch Rebecka Blomqvist staubt im Nachsetzen zum 1:0 ab (33.). Kurz vor der Pause kontert die Eintracht erneut über Memeti, Nicole Anyomi schiebt flach ins kurze Eck – 2:0 (40.). El Sherif wird kurz behandelt (43.), in der Nachspielzeit ziehen Reuteler (45+2) und Freigang (45+3) noch knapp vorbei.
Viel Gegenwehr, gute Werder-Momente – aber zwei Umschaltaktionen machen den Unterschied.
Mit Amira Arfaoui neu im Spiel startet Werder mutig. Eine flache Hereingabe von Wirtz rauscht durch den Fünfer, Altenburg ist vor Pápai da (51.); auf der Gegenseite hat Memeti zweimal Abschlussgelegenheiten (51./52.). Aus einer Ecke fällt Werders erster Abschluss: Pápai setzt den Linksschuss knapp über das Tor (57.).
Doppeltausch in Minute 63: Medina Dešić und Sharon Beck kommen für Pápai und – überraschend – Kapitänin Hausicke; Kromp erhöht sichtbar das Risiko (64.). Fast zahlt es sich aus: Mühlhaus erkennt die hohe Positionierung der Keeperin und zieht einen Freistoß aus beinahe Mittelfeld – Latte! (67.). Frankfurt reagiert (u. a. Elisa Senß für Blomqvist) und verwaltet die Führung mit viel Laufarbeit. Werder drückt bis zum Ende, findet aber keinen Weg mehr zum Tor – Endstand 0:2.
3.394 Zuschauer*innen, darunter ein großer, stimmungsstarker Werder-Block: Laut, fair, präsent – der grün-weiße Support trug das Team hörbar durch die Druckphasen und setzte bis zum Abpfiff Akzente.
Werder zeigt Haltung und Phasen auf Augenhöhe, doch die Eintracht ist vor der Pause eiskalt im Umschalten. Positiv: El Sherif mit wichtigen Paraden, Mühlhaus mit Mut und Idee (Latte), mehrere sauber herausgespielte Momente über Weiß/Sternad/Wirtz. Für Zählbares fehlte die Effizienz im letzten Drittel – und die eine gelungene Szene, die den Anschluss bringt. Die Leistung taugt als Basis, die Lernpunkte liegen klar auf dem Tisch.
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