Werder-Frauen verpassen Sieg gegen Jena

Mit einem Sieg gegen den FF USV Jena wollten die Werder-Frauen heute einen wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt machen. Am Ende mussten sie sich vor 165 Zuschauern mit einem 1:1 und damit einem Punkt zufrieden geben.

Trainerin Carmen Roth hatte gegenüber dem Spiel beim SC Sand die Aufstellung gegen Jena auf eine Position verändert und Cindy König für Verena Volkmer in die Startelf gebracht. Auch Jenas Trainerin Katja Greulich hatte gegenüber dem letzten Spiel gegen Jena ihre Startelf einmal verändert und Lisa Seiler für Jessica King aufgestellt.

Von Beginn an war es die erwartete umkämpfte Partie. Sehr viele Torchancen sollte es während der Partie dann auch nicht geben, wenngleich Cindy König bereits in der 3. Minute zum Abschluss kam, deren Schuss aber deutlich das Tor verfehlte. Gefährlicher war da der Angriff der Gäste in der 5. Minute, als nach Zuspiel von Karoline Heinze Lisa Seiler zum Torschuss kam, den aber Anneke Borbe mit einer Faustabwehr klärte. Die nachfolgende Ecke brachte erneut Gefahr. Im Getümmel im Bremer Strafraum kam Susann Utes zum Schuss, aber Gabriella Tóth rettete auf der Torlinie. Nachdem die Gäste in der Anfangsphase etwas mehr vom Spiel hatte, kamen nach rund zwanzig Minuten die Werdanerinnen besser ins Spiel und erarbeitete sich langsam Chancen. Nach einem Einwurf von Katharina Schiechtl kam Cindy König an den Ball, aber unter Bedrängung nicht richtig zum Abschluss, so dass das Leder über das Tor ging (21.). Wenig später passte Pia-Sophie Wolter die Kugel vor das Tor, aber Lina Hausicke schoss per Direktabnahme über den Kasten (24.). In der 34. Minute landete der Ball nach einem Freistoß im Mittelfeld über Umwege bei Cindy König, deren Versuch aber kein Problem für Erin McLeod im Gästetor war. Somit ging es torlos in die Pause.

Auch im zweiten Spielabschnitt sollten die Grün-Weißen, bei denen zur zweiten Halbzeit Verena Volkmer für Lina Hausicke auf den Platz kam, zu ihren Möglichkeiten kommen. In der 54. Minute war es Giovanna Hoffmann, die nach einem Tóth-Freistoß aus der zweiten Reihe abzog, doch McLeod hielt den Ball. Die nächste Chance für Werder hatte Pia-Sophie Wolter, die nach Vorlage von Verena Volkmer aber verzog (68.). In der 72. Minute gab es Freistoß für Werder. Marie-Louise Eta legte ab auf Michelle Ulbrich, deren Schuss zur sicheren Beute für Jenas Schlussfrau war. Wenig später gab es erneut Freistoß. Wieder führte ihr Marie-Louise Eta aus. Den ersten Versuch konnte Jena zwar abwehren, aber der Ball blieb in Reihen von Werder und Janine Angrick traf dann aus 16 Metern zum verdienten 1:0. Es war ihr erster Treffer in der Allianz Frauen-Bundesliga. Herzlichen Glückwunsch hierzu. Zum grün-weißen Sieg sollte er leider nicht reichen, denn in der letzten Viertelstunde griff der FF USV Jena, der bis dahin in der zweiten Hälfte keine Chance hatte, noch einmal an. Trainerin Katja Greulich reagierte und brachte für die Verteidigerin Shannon Woeller mit Tiffany Cameron eine Stürmerin. Werders Abwehr bekam nun mehr zu tun. In der 83. Minute konnte Anneke Borbe bei einem Versuch von Lisa Seiler noch den Ausgleich verhindern. Vier Minuten später allerdings war Werders junge Torfrau beim Schuss von Amelia Pietrangelo machtlos und es stand 1:1. Die Roth-Elf versuchte in den Schlussminuten noch einmal zum Siegtreffer zu gelangen. Nur eine Minute nach dem Ausgleich kam Verena Volkmer im Strafraum der Gäste zu Fall, aber Schiedsrichterin Susann Kunkel sah kein Foul und ließ weiter spielen. In der Nachspielzeit hatte dann noch Marie-Louise Eta bei einem Freistoß die Möglichkeit zum 2:1, aber ihr Versuch ging am Gehäuse vorbei. Somit blieb es beim 1:1.

Es ist natürlich schade, dass es heute mit den drei Punkten für die Werder-Frauen nicht geklappt hat. Ein Sieg gegen Jena wäre ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt gewesen. Den Spielerinnen war nach Spielschluss die Enttäuschung auch anzumerken, dass es nur ein Punkt gegen Jena wurde. Aber jeder Punkt zählt im Abstiegskampf und die Ausgangssituation hat sich nicht verschlechtert. Die Grün-Weißen haben weiter sechs Punkte Vorsprung auf Jena und damit auf einen Abstiegsplatz. Und auch wenn es heute vielleicht nicht so gelaufen ist wie erwünscht, so sind wir optimistisch, dass die Werder-Frauen im nächsten Spiel beim MSV Duisburg am 18. März weitere Punkte für den Klassenerhalt einfahren werden.