Lebenslang Grün-Weiß

Werder Frauen besiegen SGS Essen 2:1: Ein wichtiger Heimsieg

Die Werder-Frauen schlagen die SGS Essen mit 2:1 und holen damit einen wichtigen Heimsieg an der Pauliner Marsch. Spielerisch blieb bei Grün-Weiß zwar einiges Stückwerk, ergebnistechnisch war der Erfolg nach dem Auftritt in Berlin aber ein wichtiger Schritt.

Rund um die Partie setzte Werder ein sichtbares Zeichen: Die WERDERFRAUEN liefen anlässlich des 10. Inklusionsspieltags im Sondertrikot „Wir sind Vielfalt“ auf. Schon vor dem Anpfiff bot sich auf dem Stehplatz ein stimmungsvolles Bild. Die Choreo zeigte über dem Schriftzug „Im Herzen bei der Pauliner Marsch“ ein grün-weißes Motiv, in dem unter anderem die Bremer Stadtmusikanten zu sehen waren. Dazu schwenkten die Fans grüne und weiße Fähnchen.

Cheftrainerin Fritzy Kromp setzte gegen Essen auf Lena Petermann in der Spitze, die für die gelbgesperrte Medina Dešić in die Startelf rückte. Komplettiert wurde die Anfangsformation durch El Sherif, D’Angelo, Ulbrich, Mühlhaus, Sternad, Weiß, Hausicke, Wirtz, Gutmann und Alber. Auf der Bank saßen zunächst Fischer, Walkling, Matheis, Schmidt, Ernst und Penner. Verena Wieder stand nicht im Kader, zudem fehlte Amira Arfaoui rotgesperrt.

Die erste Halbzeit war über weite Strecken zäh. Die Werder-Frauen wirkten vor allem in der Anfangsphase zu fahrig und hatten große Probleme mit dem hohen Pressing der Essenerinnen, die in den ersten 20 Minuten die bessere Mannschaft waren. Danach nahmen die Gäste etwas Tempo aus der Partie, sodass Werder mehr Kontrolle bekam. Im Spiel nach vorne fehlten den Bremerinnen jedoch weiterhin die Ideen und die nötige Durchschlagskraft. Erst kurz vor der Pause kam Werder noch zu zwei guten Möglichkeiten. Insgesamt war das in einer lange ereignisarmen Begegnung aber zu wenig. So ging es torlos in die Kabine, wobei die gefährlichen Standards der Gäste ein Thema blieben.

Ohne Wechsel ging Werder in die zweite Halbzeit. Zunächst blieb das Bild unverändert: Die Bremerinnen ließen den Ball geduldig laufen und suchten nach Lücken, während Essen kompakt verteidigte und auf Nadelstiche lauerte. In der 55. Minute fiel dann das 1:0 für Werder. Mara Alber zeigte an der Grundlinie viel Willen, setzte sich in mehreren Eins-gegen-eins-Situationen durch, ließ schließlich zwei Gegenspielerinnen stehen und traf aus spitzem Winkel. Dass der Ball noch leicht abgefälscht wurde, nahm der starken Einzelaktion nichts.

Nur wenige Minuten später legte Werder nach. In der 62. Minute brachte Larissa Sternad den Ball von der Grundlinie ins Zentrum, wo Lina Hausicke am Fünfmeterraum einlief und ihren Kopfball clever gegen die Laufrichtung von Palmen zum 2:0 ins Netz setzte. Zu diesem Zeitpunkt sprach einiges dafür, dass Grün-Weiß die Partie nun im Griff hatte.

Doch wer dachte, das Spiel sei damit entschieden, irrte sich. In der 64. Minute musste Mariella El Sherif zunächst einen Fernschuss von Fürst parieren, die mutig durchs Mittelfeld marschiert war. Nur eine Minute später war sie dann aber geschlagen: Sterner flankte in die Gefahrenzone, Ramona Maier setzte sich gegen Ulbrich durch und köpfte zum 2:1 ein. Plötzlich war wieder Spannung in der Partie.

In der Schlussphase blieb es intensiv und umkämpft. Werder stand nach dem Essener Anschlusstreffer defensiv weiter stabil und ließ kaum noch klare Chancen der Gäste zu. Stattdessen boten sich auf der anderen Seite sogar die Möglichkeiten zur Vorentscheidung. In der 74. Minute setzte sich Larissa Mühlhaus über links durch und legte den Ball ins Zentrum zu Lina Hausicke, die die Kugel in aussichtsreicher Position jedoch nicht mehr gut genug platzieren konnte, sodass Palmen parierte. Noch größer war die Chance in der 87. Minute: Mara Alber lief allein auf Essens Torhüterin zu, konnte sie aber nicht überwinden. Der Abpraller landete bei Hausicke, deren Abschluss anschließend noch vor der Linie geklärt wurde.

Auch danach blieb Werder dran. In der 89. Minute kam Schmidt nach einer Ecke von Mühlhaus zum Kopfball, doch erneut rettete Essen auf der Linie. Während die Gäste in der Schlussphase zunehmend platt wirkten, drängten die Bremerinnen weiter auf das dritte Tor. Sechs Minuten wurden nachgespielt, doch auch den letzten weit nach vorne geschlagenen Freistoß der Essenerinnen klärte Werder. Dann war Schluss und die drei Punkte blieben an der Pauliner Marsch und die Werder-Frauen bleiben auf heimischem Platz weiter unbesiegt.


Spielerisch war das keine Wiedergutmachung für den Auftritt in Berlin. Dafür blieb Werder über weite Strecken zu fahrig, zu ideenarm und gerade in der ersten Halbzeit zu harmlos. Nach dem Seitenwechsel wurde es besser, die Mannschaft nutzte ihre Chancen konsequenter und arbeitete sich in die Partie hinein. Dass es nach dem 2:0 noch einmal unnötig eng wurde, änderte nichts daran, dass die drei Punkte am Ende in Bremen blieben. So war es unter dem Strich vor allem ergebnistechnisch eine Wiedergutmachung, nicht spielerisch.


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