Lebenslang Grün-Weiß

Torloses Remis in Hoffenheim

Die Werder-Frauen haben sich am 16. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga bei der TSG Hoffenheim mit einem torlosen Unentschieden getrennt. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung kamen beide Mannschaften zu einzelnen Chancen, ohne diese entscheidend verwerten zu können.

Die Fußballerinnen des SV Werder Bremen waren am 16. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga auswärts bei der TSG Hoffenheim gefordert. In dieser Begegnung trafen zwei direkte Konkurrenten aus der oberen Tabellenregion aufeinander, entsprechend intensiv und konzentriert entwickelte sich die Partie von Beginn an.

Cheftrainerin Fritzy Kromp setzte auf Kontinuität und schickte dieselbe Startelf ins Rennen, die bereits beim 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg begonnen hatte. Für Werder standen El Sherif (Tor), Weiß, Ulbrich, Nemeth und D’Angelo in der Defensive auf dem Platz. Im Mittelfeld begannen Hausicke und Wirtz, offensiv starteten Sternad, Mühlhaus, Alber und Desic. Auf der Bank nahmen Fischer, Arfaoui, Walkling, Matheis, Petermann, Schmidt, Ernst, Wieder und Penner Platz. Emöke Pápai fehlte der Mannschaft kurzfristig aus persönlichen Gründen.

In der ersten Halbzeit fand Werder gut in die Begegnung und setzte früh Akzente. Bereits in der zweiten Minute lag die Führung in der Luft, als eine Ecke von Mühlhaus nur unzureichend geklärt wurde und Lina Hausicke den Ball volley an die Latte setzte. Die Grün-Weißen blieben präsent und suchten immer wieder den Weg nach vorne. In der fünften Minute zog Alber in den Strafraum, setzte ihren Abschluss jedoch über das Tor.

In der Folge entwickelte sich eine intensive Begegnung mit vielen Zweikämpfen. In der neunten Minute ließ die Schiedsrichterin nach einem Foul an Ampoorter Vorteil laufen, ohne dass Hoffenheim daraus Kapital schlagen konnte. Kurz darauf pflückte El Sherif eine Flanke sicher herunter, kam dabei jedoch nach einem leichten Kontakt zu Fall. Wenig später gewann Werder hoch den Ball, Weiß flankte in die Mitte auf Desic, die sich im Strafraum zunächst gut behauptete, für einen kontrollierten Abschluss jedoch einen Moment zu lange benötigte.

Werder blieb in der ersten Halbzeit die aktivere Mannschaft. In der 25. Minute schlug Ulbrich einen langen Ball auf Sternad, die ihre Gegenspielerin abschüttelte und auf Desic ablegte, deren Abschluss jedoch zu wenig Druck hatte. Fünf Minuten später folgte eine weitere große Möglichkeit, als Mühlhaus Sternad mit einem präzisen Steckpass bediente. Der Abschluss auf das kurze Eck wurde jedoch stark pariert.

Hoffenheim meldete sich Mitte der ersten Hälfte offensiv an, blieb jedoch zunächst ohne zwingenden Abschluss. In der 42. Minute ließ Werder eine gute Umschaltsituation liegen, als Mühlhaus den eigenen Abschluss suchte, obwohl Sternad auf der rechten Seite mehr Raum gehabt hätte. Kurz vor der Pause dann der größte Schreckmoment: Nach einer flachen Hereingabe musste Ampoorter aus kurzer Distanz eigentlich nur einschieben, verfehlte den Ball jedoch. So ging es torlos in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst von Ungenauigkeiten geprägt. In der 53. Minute sorgte eine Szene für einen kurzen Moment der Unruhe, als El Sherif einen hohen Ball abfing und dabei leicht mit dem Kopf an den Pfosten prallte. Nach einer kurzen Behandlungspause konnte sie jedoch weitermachen.

Im weiteren Verlauf gewann Hoffenheim etwas an Spielanteilen. Ulbrich sah in der 56. Minute die Gelbe Karte, wenig später folgte eine weitere Verwarnung gegen Weiß. Die Gastgeberinnen wechselten doppelt und versuchten, frische Impulse zu setzen. In der 67. Minute hatte Hoffenheim die beste Chance der zweiten Halbzeit, als Ampoorter nach einem Fehler im Aufbau nur den Pfosten traf.

Werder reagierte mit personellen Veränderungen. Alber verließ in der 69. Minute den Platz, Wieder kam neu ins Spiel. Später brachte Kromp mit Petermann für Desic eine weitere Offensivkraft. Je näher die Schlussphase rückte, desto ausgeglichener und zugleich vorsichtiger agierten beide Teams. Hoffenheim wirkte etwas druckvoller, ohne jedoch zwingend zu werden.

In den letzten Minuten blieb die Partie offen. Werder setzte mit weiteren Wechseln noch einmal Akzente, verteidigte jedoch zugleich konzentriert. In der Nachspielzeit musste El Sherif noch einen Distanzschuss entschärfen, ehe zwei Freistöße der Gastgeberinnen abgewehrt wurden. Kurz darauf beendete die Schiedsrichterin die Begegnung.

Das torlose Unentschieden spiegelte den Spielverlauf insgesamt gut wider. Werder hatte in der ersten Halbzeit die besseren Möglichkeiten und verpasste es, daraus Kapital zu schlagen. Nach dem Seitenwechsel verlagerte sich das Spiel etwas zugunsten der Gastgeberinnen, die jedoch ebenfalls zu selten zwingend wurden. Defensiv zeigte sich Werder über weite Strecken stabil, benötigte in einer Szene aber auch das nötige Quäntchen Glück. Offensiv fehlte es phasenweise an Präzision im letzten Drittel. Unter dem Strich nahmen sich beide Teams viele Stärken gegenseitig. Der Punktgewinn in Hoffenheim ist für Werder ein solides Ergebnis, auch wenn angesichts der Chancen in der ersten Halbzeit mehr möglich gewesen wäre.


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