Lebenslang Grün-Weiß

Starker Rückhalt, bitterer Jahresabschluss in Freiburg

Die Frauen des SV Werder Bremen haben das letzte Spiel des Jahres in der Google Pixel Frauen-Bundesliga verloren. Am 14. Spieltag unterlagen die Grün-Weißen am Sonntagnachmittag im Dreisamstadion dem SC Freiburg mit 0:3. Die Begegnung wurde von den Gastgeberinnen als Weihnachtsmatch ausgerichtet und bot neben besonderen Zuschaueraktionen im Anschluss auch ein gemeinsames Weihnachtssingen von Spielerinnen und Fans.

Cheftrainerin Fritzy Kromp setzte im letzten Spiel des Jahres auf dieselbe Startelf, die eine Woche zuvor gegen Bayer Leverkusen erfolgreich war. Auf der Bank kehrten Lara Schmidt und Emöke Pápai in den Kader zurück, während Lina Száraz aus dem Aufgebot rotierte und Kaylie Ronan aus persönlichen Gründen fehlte.


Werder fand zunächst ordentlich in die Partie. In den Anfangsminuten neutralisierten sich beide Teams weitgehend, Freiburg suchte jedoch früh den Weg über die Flügel. Bereits in der 5. Minute hatte Werder nach einer Ecke die erste gute Möglichkeit, als Juliane Wirtz am zweiten Pfosten überrascht wurde und den Ball nicht richtig traf. In der Folge erhöhte Freiburg den Druck. Von Beginn an machten sich auch die mitgereisten Werderfans lautstark bemerkbar und unterstützten ihre Mannschaft nach der langen Anreise intensiv.


Nach mehreren Freiburger Annäherungen fiel in der 34. Minute das 1:0 für die Gastgeberinnen. Nach einem Diagonalball setzte sich Egli auf der linken Seite durch und schlenzte den Ball sehenswert ins rechte Kreuzeck. Werder bemühte sich um eine Antwort, blieb jedoch im letzten Drittel zu unpräzise. Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag: In der 43. Minute nutzte Freiburg einen Ballverlust auf der linken Seite eiskalt aus, Egli traf aus zentraler Position zum 2:0. Mit diesem Rückstand ging es in die Halbzeit.


Nach dem Seitenwechsel kamen die Grün-Weißen bissiger aus der Kabine. Bereits in der 51. Minute verzeichnete Werder den ersten Abschluss, doch Freiburgs Torhüterin war zur Stelle. In dieser Phase zeigte sich Werder aktiver, ohne jedoch zwingend genug zu werden. Freiburg blieb gefährlich im Umschaltspiel, Werder hielt dagegen und brachte mit Wechseln frische Kräfte.


In der 69. Minute bot sich Werder eine gute Freistoßgelegenheit, doch der Versuch von Larissa Mühlhaus ging über das Tor. Kurz darauf hatte Saskia Matheis nach ihrer Einwechslung eine gute Möglichkeit, scheiterte jedoch ebenfalls an der Freiburger Torhüterin. In der 80. Minute fiel schließlich die Entscheidung: Nach einer Flanke von der linken Seite köpfte die kurz zuvor eingewechselte Fölmli zum 3:0 ein.


Werder gab sich dennoch nicht auf. In der Schlussphase warfen die Grün-Weißen noch einmal alles nach vorne, während Mariella El Sherif mit mehreren starken Paraden einen höheren Rückstand verhinderte. Nach fünf Minuten Nachspielzeit beendete der Schlusspfiff die Partie.


Trotz der Niederlage war die Unterstützung von den Rängen bemerkenswert. Auch in Freiburg fanden viele Werderfans den Weg ins Stadion und standen unabhängig vom Spielstand geschlossen hinter ihrer Mannschaft – ein starker Rückhalt bis zur letzten Minute.


Fazit: Leider konnte Werder an diesem Nachmittag nicht an die starken Leistungen der Hinrunde anknüpfen. Ein wesentlicher Faktor war, dass es den Gastgeberinnen gelang, Larissa Mühlhaus weitgehend aus dem Spiel zu nehmen und damit einen zentralen Offensivmotor der Grün-Weißen zu neutralisieren. Zudem wirkte die ansonsten stabile Werder-Abwehr nicht durchgehend sattelfest. Insgesamt hinterließ das Team nach einer kräftezehrenden Hinrunde phasenweise einen überspielten Eindruck.


Nichtsdestotrotz blicken die Werder-Frauen auf ein sehr gelungenes Jahr mit vielen Höhepunkten und einer klar erkennbaren sportlichen Weiterentwicklung zurück. Nun gilt es die Winterpause zu nutzen, um neue Energie zu tanken und im neuen Jahr mit frischem Schwung anzugreifen.

Gleichzeitig nimmt das Team wichtige Hausaufgaben mit: Es braucht mehr Variabilität im Spiel und in der personellen Ausrichtung. Zu häufig wurde auf dieselbe Startelf vertraut, was auf Dauer nicht nur kräftezehrend, sondern auch ausrechenbar ist. Zudem wird es entscheidend sein, Lösungen zu entwickeln, wenn es Gegnerinnen gelingt, die Unterschiedsspielerin Larissa Mühlhaus aus dem Spiel zu nehmen.


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Kategorisiert als:1. Frauen, News, Pflichtspiele, Top-News

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