Die Werder-Frauen haben am Samstagmittag auf Platz 11 einen souveränen und hochverdienten 3:0-Heimsieg gegen den Aufsteiger 1. FC Union Berlin gefeiert. Nach der Niederlage in Frankfurt zeigte das Team von Friederike Kromp genau die richtige Reaktion: konzentriert, zielstrebig und mit klarer Struktur.

Trainerin Kromp nahm in ihrer Startaufstellung nur eine Änderung im Vergleich zum letzten Ligaspiel bei Eintracht Frankfurt vor: Medina Dešić rückte für Emőke Pápai in die Anfangsformation. Werder begann im bewährten 4-2-3-1-System mit Mariella El Sherif im Tor, einer Viererkette aus Chiara D’Angelo, Michelle Ulbrich, Hanna Németh und Michelle Weiß. Davor bildeten Lina Hausicke und Juliane Wirtz das zentrale Mittelfeld, während Maja Sternad, Larissa Mühlhaus und Verena Wieder die offensiven Positionen besetzten. Im Sturmzentrum startete Medina Dešić.
Vor 1.487 Zuschauern wurden die Grün-Weißen von einer lautstarken Kulisse getragen, die das Team von der ersten Minute an nach vorn peitschte. Die Fans sorgten auf Platz 11 für Gänsehautstimmung – und die Mannschaft antwortete prompt. Kaum war das Spiel angepfiffen, lag der Ball bereits im Netz: Nach nur 24 Sekunden setzte Hausicke an der Grundlinie energisch nach, legte den Ball präzise zurück, und Maja Sternad vollendete aus halbrechter Position eiskalt zum 1:0 – das schnellste Tor der Werder-Frauen in ihrer Bundesliga-Geschichte.
Union wirkte vom frühen Rückstand geschockt und fand kaum in die Zweikämpfe. Werder kontrollierte das Spiel, stand defensiv stabil und bestimmte über weite Strecken das Tempo. Nach einer Ecke jubelten die Bremerinnen zwar kurz über einen Kopfballtreffer von Dešić, doch der Ball war zuvor im Aus – der zweite Treffer zählte nicht. Kurz vor der Pause wurde es noch einmal brenzlig, als ein missglückter Pass von El Sherif beinahe den Ausgleich eingeleitet hätte, doch Németh blockte entschlossen. Mit einer verdienten 1:0-Führung ging es in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Werder hellwach. In der 49. Minute war es erneut Sternad, die nach einer Ecke von Mühlhaus aus kurzer Distanz zum 2:0 abstaubte. Dieser Treffer gab zusätzliche Sicherheit. Bremen verteidigte aufmerksam, kombinierte ruhiger und suchte immer wieder über die Flügel den Weg nach vorn. Union wirkte phasenweise überfordert, während Werder das Spielgeschehen klar in der Hand behielt.
In der 80. Minute folgte die endgültige Entscheidung: Die eingewechselte Reena Wichmann spielte einen präzisen Pass in die Tiefe auf Larissa Mühlhaus, die sich im Strafraum durchsetzte und den Ball flach ins lange Eck schob – 3:0. Der Jubel auf den Rängen war riesig, das Team feierte mit den Fans eine rundum gelungene Leistung.
In der Schlussphase wechselte Kromp durch, brachte unter anderem Sharon Beck und Emőke Pápai, während Union nur noch auf Schadensbegrenzung bedacht war. Nach 90 Minuten stand ein ungefährdeter und in allen Belangen verdienter Sieg.
Die Werder-Frauen überzeugten mit Disziplin, Kompaktheit und der nötigen Konsequenz in den entscheidenden Momenten. Maja Sternad mit ihrem Doppelpack und Larissa Mühlhaus als Torschützin und Vorlagengeberin ragten heraus, doch auch das gesamte Team zeigte Geschlossenheit und Wille. Das 3:0 gegen Union war nicht nur Wiedergutmachung für Frankfurt, sondern auch ein starkes Signal an die Liga: Werder ist auf Kurs – getragen von einer beeindruckenden Atmosphäre und Fans, die auf Platz 11 einmal mehr bewiesen, was echte grün-weiße Unterstützung bedeutet.
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