Die Werder-Frauen mussten sich beim amtierenden Meister FC Bayern München mit 0:4 geschlagen geben. Trotz eines engagierten Beginns und starker Paraden von Mariella El Sherif gelang es nicht, dem Favoriten dauerhaft Paroli zu bieten. Die Grün-Weißen hielten anfangs tapfer dagegen, konnten die Intensität und Struktur des Gegners jedoch nicht über die gesamte Spielzeit mitgehen.

Cheftrainerin Friederike Kromp veränderte ihre Startelf im Vergleich zum Spiel in Wolfsburg auf zwei Positionen: Ricarda Walkling und Maja Sternad rückten hinein, Amira Arfaoui und Sharon Beck nahmen zunächst auf der Bank Platz.
Für Werder begannen El Sherif – D’Angelo, Ulbrich, Mühlhaus, Sternad, Dešić, Walkling, Weiß, Hausicke, Németh und Wirtz.
Von Beginn an war spürbar, welch schwere Aufgabe auf die Bremerinnen wartete. Schon in der zweiten Minute prüfte Tanikawa El Sherif mit einem Distanzschuss, die sicher zupackte. Kurz darauf, in der siebten Minute, traf dieselbe Spielerin die Latte – das erste deutliche Warnsignal. Doch Werder hielt dagegen, verteidigte geschlossen und suchte immer wieder den Weg nach vorn. Zwischen der fünften und 25. Minute gelang es, Bayern mit engagiertem Pressing und konsequenter Arbeit gegen den Ball zu beschäftigen. Doch nach einer halben Stunde wurde der Druck zu groß: Arianna Caruso traf nach einer Ecke zum 1:0 (31.), Tanikawa legte nur drei Minuten später mit dem 2:0 (34.) nach.
Kurz vor der Pause versuchte Werder, wieder Kontrolle zu finden, doch im letzten Drittel fehlte die Präzision. Nach drei Minuten Nachspielzeit ging es mit einem 0:2 in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel kam der SVW zunächst frischer und mutiger aus der Kabine. Mühlhaus brachte einen gefährlichen Freistoß in den Strafraum (51.), Sternad setzte Walkling in Szene, deren Abschluss nur knapp vorbeiging (58.). Doch die Münchenerinnen reagierten, brachten in der 61. Minute frische Kräfte und übernahmen sofort wieder das Kommando. In der 64. Minute sorgte Linda Dallmann nach einer sehenswerten Kombination für das 3:0 – die Vorentscheidung.
Mit zunehmender Spieldauer schwanden die Kräfte. Klara Bühl setzte in der 84. Minute mit dem 4:0 den Schlusspunkt. Trotz des klaren Ergebnisses gaben die Grün-Weißen nie auf, fanden jedoch offensiv kaum noch Wege in die gefährliche Zone.
Am Ende stand eine verdiente Niederlage, auch in dieser Höhe. Bis zum 1:0-Rückstand bot Werder dem Meister starke Gegenwehr und zeigte, dass man spielerisch mithalten kann. Nach dem Gegentreffer fehlte es jedoch an Überzeugung, Struktur und Präsenz in den Zweikämpfen. In der zweiten Halbzeit verlor die Mannschaft an Zugriff, und die Kräfte ließen merklich nach. Der Wille war vorhanden, doch in den wenigen Offensivaktionen fehlten Cleverness und Kaltschnäuzigkeit – insgesamt ein zu braver Auftritt. Dennoch bleibt der Einsatz unbestritten, und die Erkenntnisse aus dieser Partie können wertvoll für die kommenden Wochen sein.
Nun gilt der Blick nach vorn: Das Derby gegen den HSV im Weserstadion – gemeinsam grün-weiß, gemeinsam laut!
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