Lebenslang Grün-Weiß

Dešić-Dreierpack und Arfaoui-Traumtor: Ex-Club-Spielerinnen führen Werder zum Sieg

Die Werder-Frauen feierten am 2. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga einen 4:1-Auswärtssieg beim 1. FC Nürnberg.

Vor 1.319 Zuschauer*innen traf Medina Dešić mit einem Dreierpack und Amira Arfaoui mit einem Traumtor. Besonders emotional war der Jubel nach dem 1:0, als das Werder-Team das Trikot der verletzten Tuana Mahmoud hochhielt. Unterstützt von den lautstarken Werder-Fans setzte das Team von Friederike Kromp ein starkes Ausrufezeichen.

Vor 1.319 Zuschauer*innen im Max-Morlock-Stadion traten die Werder-Frauen am zweiten Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga beim 1. FC Nürnberg an. Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Freiburg veränderte Trainerin Friederike Kromp ihre Startelf auf drei Positionen: Amira Arfaoui, Ricarda Walkling und Juliane Wirtz rückten in die Anfangsformation, während Lina Hausicke und Sharon Beck zunächst auf der Bank Platz nahmen. Bitter für Werder: Tuana Mahmoud hatte sich im Abschlusstraining schwerer verletzt und stand somit nicht im Kader. Wir wünschen Tuana gute Besserung.

Der 1. FC Nürnberg setzte dagegen auf Kontinuität und begann mit derselben Startelf wie schon zum Auftakt gegen Union Berlin. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte zudem ein prominenter Gast auf der Tribüne: Bundestrainer Christian Wück verfolgte die Partie live im Stadion.

Werder erwischte einen perfekten Auftakt: Bereits in der 1. Minute brachte Medina Dešić- die Grün-Weißen nach einer Ecke mit 1:0 in Führung. Der Jubel hatte dabei eine ganz besondere Note: Larissa Mühlhaus hielt das Trikot von Tuana Mahmoud hoch – ein bewegender Gruß an die Mitspielerin, die kurzfristig verletzt ausgefallen war.

Nur wenige Minuten später folgte das nächste Ausrufezeichen: In der 12. Minute fasste sich Amira Arfaoui aus rund 30 Metern ein Herz und jagte den Ball unhaltbar ins Netz – 2:0 für Werder! Ein Traumtor, das für Staunen im Stadion sorgte und die grün-weiße Euphorie weiter entfachte.

Für zusätzliche Brisanz sorgte, dass sowohl Dešić als auch Arfaoui auf ihre frühere Wirkungsstätte trafen – beide spielten in der Vergangenheit für den 1. FC Nürnberg und setzten nun im Werder-Trikot die entscheidenden Akzente.

Die Gastgeberinnen versuchten es mit mutigem Pressing, wollten den Spielaufbau der Grün-Weißen früh stören und suchten über Einsatz und Laufbereitschaft den Zugriff. Die Partie war von Beginn an nicklig geführt, mit vielen kleinen Fouls und Unterbrechungen, die den Spielfluss immer wieder hemmten. Doch Werder ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, zeigte die reifere Spielanlage und setzte die entscheidenden Akzente.

Kurz vor der Pause dann turbulente Szenen auf beiden Seiten: In der 42. Minute zirkelte Larissa Mühlhaus einen Freistoß gefährlich in den Strafraum, Medina Dešić nahm den Ball direkt volley, scheiterte jedoch an Nürnbergs Torhüterin Larissa Rusek, die glänzend parierte. Im direkten Gegenzug prüfte Julia Pollak Werders Schlussfrau – doch Mariella El Sherif lenkte den Fernschuss mit den Fingerspitzen an die Latte.

Werder rettete die verdiente 2:0-Führung in die Pause – begleitet von den mitgereisten Werder-Fans, die das Team über die gesamte Spielzeit hinweg stimmungsvoll unterstützten.

Werder kam unverändert aus der Kabine und setzte zunächst auf Stabilität, um die Führung im Max-Morlock-Stadion zu behaupten. Doch nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff setzten die Grün-Weißen ein weiteres Ausrufezeichen:

In der 47. Minute schlug Larissa Mühlhaus einen präzisen Freistoß in den Strafraum, wo Medina Dešić hochstieg und den Ball per Kopf ins Netz beförderte – 3:0 für Werder! Der Jubel bei den Spielerinnen und den mitgereisten Fans war riesig, der Traumstart in die zweite Hälfte perfekt.

Nur wenige Minuten später musste Werder jedoch defensiv hellwach sein: In der 57. Minute war Torhüterin Mariella El Sherif bereits geschlagen, doch Hanna Németh rettete in höchster Not auf der Linie und verhinderte den sicher scheinenden Anschlusstreffer. Mit großem Einsatz hielt sie die komfortable Führung fest – eine Szene, die fast wie ein eigener Treffer gefeiert wurde.

Kurz darauf reagierte Kromp und brachte frische Kräfte: In der 59. Minute kam Maja Sternad für Amira Arfaoui, zudem ersetzte K.J. Ronan Michelle Weiß. Fünf Minuten später folgten die nächsten Wechsel: In der 64. Minute ersetzten Sharon Beck und Emöke Pápai die beiden Offensivkräfte Verena Wieder und Ricarda Walkling.

In der 74. Minute war es dann fast erneut so weit: Ciara D’Angelo setzte eine gedachte Flanke gefährlich an die Latte – Nürnbergs Torhüterin Rusek wäre chancenlos gewesen.

In der 79. Minute gab es dann auch auf Nürnberger Seite eine besondere Geschichte: Mit Selma Lićina kam eine Spielerin ins Spiel, die in ihrer Jugend bei Werder Bremen ausgebildet wurde und nun gegen ihren ehemaligen Verein Bundesliga-Minuten sammelte.

Kurz darauf zog Kromp ihre letzte Wechseloption: In der 82. Minute verließ Larissa Mühlhaus nach starker Leistung den Platz, für sie kam Rieke Dieckmann in die Partie.

Die Gastgeberinnen gaben sich trotz des klaren Rückstands nicht auf und wurden in der Schlussminute belohnt: In der 90. Minute erzielte Natassja Lein den Treffer zum 1:3. Doch Werder hatte die passende Antwort parat: In der Nachspielzeit vollendete erneut Medina Dešić per Kopf nach starker Vorarbeit von Maja Sternad, zum 4:1 für Werder und gleichzeitig der Schlusspunkt einer überzeugenden Auswärtspartie. Mit 4 Punkten aus 2 Spielen treten die Werder-Frauen die Heimreise an.

Fazit – Starkes Ausrufezeichen in Nürnberg

Die Werder-Frauen haben im Max-Morlock-Stadion ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Früh durch Medina Dešić und ein Traumtor von Amira Arfaoui in Führung gegangen, ließ das Team von Friederike Kromp auch in einer nickligen Partie nie Zweifel an der eigenen Entschlossenheit aufkommen. Besonders bewegend war der Jubel nach dem 1:0, als Larissa Mühlhaus das Trikot der verletzten Tuana Mahmoud hochhielt – ein starkes Zeichen des Zusammenhalts.

Nach dem 3:0 durch Dešić schien die Partie entschieden, doch Nürnberg kam noch einmal durch Natassja Lein heran. In der Nachspielzeit setzte jedoch erneut Medina Dešić den Schlusspunkt, machte mit ihrem dritten Treffer den Dreierpack perfekt und sorgte dafür, dass dieser Nachmittag ganz im Zeichen der Ex-Nürnbergerinnen stand.

Unterstützt von einem lautstarken Werder-Fanblock mitgereister Fans sicherte sich Werder Bremen verdient die ersten drei Punkte der Saison – und zeigte eindrucksvoll, dass man auch auswärts bereit ist, spielerisch wie kämpferisch voll zu überzeugen. Stark präsentierte sich Werder Bremen über Standards. Aus dem Spiel heraus agierte sie mit Besonnenheit. Es ist jedoch noch Luft nach oben. Stark wie Werder Bremen mit dem hohen Pressing der Nürnbergerinnen umgingen. Unterm Strich war es eine reife Leistung und das Potenzial nach oben war zu erkennen.


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