Die Werder-Frauen mussten sich im ersten Heimspiel des Jahres 2025 gegen die Gäste von RB Leipzig mit 1:4 geschlagen geben.

Nach einem vielversprechenden Auftakt, in dem Maja Sternad bereits in der 6. Minute am Pfosten scheiterte, gerieten die Grün-Weißen schnell ins Hintertreffen. Vanessa Fudalla nutzte einen Abspielfehler in der 7. Minute eiskalt aus und brachte die Leipzigerinnen in Führung.

Trotz des Rückstands ließen sich die Werderanerinnen nicht entmutigen und zeigten im ersten Durchgang einige gute Ansätze. Sie standen hoch und setzten Leipzig stark unter Druck, konnten jedoch die Chancen nicht in Zählbares ummünzen. Ausschlaggebend war hierbei die fehlende Präzision im Zuspiel.
In der 47. Minute gelang dann der verdiente Ausgleich durch Sophie Weidauer, die einen Pass von Tuana Mahmoud gekonnt verwertete. Die Hoffnung auf eine Wende war groß, doch das Momentum währte nicht lange.
Die Rote Karte für Lina Hausicke wegen einer Notbremse in der 57. Minute war der Knackpunkt der Partie. Nach einem unglücklichen Foul musste die Kapitänin das Feld verlassen, und die Grün-Weißen fanden sich in Unterzahl wieder. Dies nutzten die Leipzigerinnen aus und erhöhten durch Emilia Asgeirsdottir in der 56. Minute und Fudalla in der 63. Minute auf 3:1.
Trotz aller Bemühungen und des kämpferischen Einsatzes der Mannschaft konnten die Grün-Weißen nicht mehr zurück ins Spiel finden. In der Nachspielzeit setzte Marlene Schimmer den Schlusspunkt zum 4:1 für Leipzig.
Es war ein enttäuschender Nachmittag für Werder Bremen, die zwar vielversprechende Ansätze zeigten, aber aufgrund individueller Fehler und frühzeitiger Unterzahl letztendlich nicht die Punkte in Bremen behalten konnten.
Aus subjektiver Beobachtung fiel uns allerdings auf, dass das Teamgefüge bei Werder Bremen nicht optimal ist, was uns Sorge bereitet. Es schien, als ob die Abstimmung und das Zusammenspiel unter den Spielerinnen nicht immer stimmig waren. Individuelle Fehler und fehlende Kommunikation führten zu kritischen Situationen, die das Spiel entschieden. Es ist entscheidend, dass die Mannschaft an ihrem Zusammenhalt arbeitet, um in Zukunft erfolgreicher zu sein.

Unser Fazit: Die 1:4-Niederlage gegen RB Leipzig war ein herber Rückschlag für die Werderanerinnen im ersten Heimspiel des Jahres 2025. Trotz eines engagierten Auftritts und eines schnellen Ausgleichs nach der Halbzeit ließ die Rote Karte für Lina Hausicke die Mannschaft in eine schwierige Situation geraten.
Besonders besorgniserregend ist das Gefühl, dass das Teamgefüge scheinbar nicht optimal funktioniert. Die Abstimmung und Kommunikation innerhalb der Mannschaft scheinen noch nicht auf dem gewünschten Niveau zu sein, was sich in individuellen Fehlern und ungenügender Defensive niederschlägt. Zudem fiel auf, dass einige Spielerinnen in entscheidenden Momenten eher als Egoisten agierten, was den kollektiven Spielansatz und die Chancenverwertung beeinträchtigte. Ein stärkeres Teamspiel und die Bereitschaft, für die Mitspielerinnen zu arbeiten, sind dringend erforderlich, um in Zukunft erfolgreicher zu sein.
Es gab jedoch auch etwas Positives: Die US-amerikanische Innenverteidigerin Kaylie Ronan, die zur Winterpause zu Werder Bremen stieß, erwies sich in dieser Begegnung als Lichtblick und zeigte sehr gute Ansätze. Sie war neben Livia Peng die beste Spielerin in Grün-Weiß auf dem Platz.
Die Grün-Weißen müssen nun an ihrer Teamchemie arbeiten und die Lehren aus dieser Niederlage ziehen, um in den kommenden Spielen stabiler und geschlossener aufzutreten. Der Fokus liegt nun auf das DFB-Pokalspiel gegen Bayer 04 Leverkusen, wo die Möglichkeit besteht, sich zu rehabilitieren und das Vertrauen in die eigene Stärke zurückzugewinnen. Das Spiel wird am 12. Feburar in Leverkusen ausgetragen. Anpfiff ist um 18:30 Uhr.
weitere Bilder zum Spiel:








*Fotos von Oliver Baumgart. Danke für die Bereitsstellung.
Entdecke mehr von 1. Offizieller Frauenfussball Fan Club e. V. "SV Werder"
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
