Nach jeder Saison müssen auch wir von einigen Spielerinnen Abschied nehmen, weil sich die die Wege zur darauffolgenden Saison sich trennen. Daher möchten wir uns hier nochmal an die gemeinsame Zeit erinnern und „Danke“ sagen.
Katharina Schiechtl kam als österreichisches Nachwuchstalent 2013 zu Werder Bremen und entwickelte sich in den darauffolgenden Jahren nicht nur zu einer führenden Stammspielerin von Werder, sondern prägte eine glorreiche Geschichte in der österreichischen Nationalmannschaft, wo sie mit ihren Nationalmannschaftskolleginnen Geschichte geschrieben hat.

2017 kamen sie bei der Europameisterschaft in den Niederlanden bis ins Halbfinale. Es war die erste EM-Qualifikation in der österreichischen Frauenfußballgeschichte. Damals war sie eine feste Stammkraft im Kader. Dieses löste in ihrem Heimatland einen Hype aus, wo sie zudem mit ihren Kolleginnen als Mannschaft des Jahres 2017 geehrt wurden war. Auch im Jahr 2022 war sie mit Österreich bei dem EM dabei, wo sie im Viertelfinale gegen Deutschland ausgeschieden sind. Bei all dem internationalen Glanz blieb Kathi immer die Kathi, wie wir sie kennenlernten. Bescheiden, zuvorkommend und ein Vorbild für junge Spielerinnen. Und besonders wichtig: Sie stellte ihr eigenen Ego immer unter dem Dienst der Mannschaft. Für sie war das Wohl des Teams immer das wichtigste. Wenn sie nicht spielte, weil der Trainer/die Trainerin eine andere Option hatte, dann unterstütze sie ihre Mitspielerinnen eben von der Bank oder bei Verletzungen von der Tribüne aus. Besonders wichtig war sie in schwierigen Zeiten. Hatten schon einige Mannschaftkolleginnen die Köpfe gesenkt, so war sie es die ihre Teamkolleginnen aufrichtet hatte. Danke Kathi für 10 Jahre Werder Bremen Frauenfußball und 200 Pflichtspiele.
Lena Pauels und Anneke Borbe: Beide Torhüterinnen haben es verdient auch einzeln zu stehen und das werden wir hier auch tun. Wir möchten jedoch darauf hinweisen, dass ihre Geschichte bei den Werder-Frauen im Profibereich auch eine gemeinsame Geschichte ist und zudem auch so manches, was man Torhütern nachsagt, widerlegt – die Legende das Torhüterinnen Einzelkämpfer*Innen sind.

Fangen wir jedoch mit der Dienstälteren an. Lena Pauels kam 2016 als Torwarttalent und U-Nationalspielerin zum SV Werder Bremen und setzte sich als Nummer 1 durch. In der ersten Saison 2016/2017 stieg sie mit den Werder-Frauen in die 1. Bundesliga auf. Nach einem Wadenbeinbruch fiel sie über viele Monate aus und wurde von der 1 Jahr jüngeren Anneke Borbe vertreten. Hierbei funktionierte sie im Hintergrund uns unterstütze die damals zunächst 16-jährige, später 17-jährige. Zur Rückrunde kam sie wieder zurück und war daraufhin wieder die Nummer 1 im Tor. In der Saison glückte ihr mit dem SV Werder Bremen erstmals der Klassenerhalt in der 1. Bundeliga. Die darauffolgende Saison (2018/2019) sollte keine Einfache für sie sein. Neben dem Abstieg zum Saisonende, verlor sie auch den Stammplatz im Tor an Anneke Borbe. Diese holte sie sich in der Saison 2019/2020 wieder zurück und stieg mit Werder Bremen wieder auf. Im Laufe der Saison 2020/21 folgte ein langer Ausfall aufgrund einer Schulterverletzung, welche saisonübergreifend bis Anfang 2023 lahmlegte und nur noch zwei Ligaspiele möglich machten. Unteranderem auch weil sich Anneke Borbe als Nummer 1 festgebissen hatte. Dem guten Verhältnis soll dieses keinen Abbruch nehmen.

Anneke Borbe schloss sich 2015 zunächst den U17-Juniorinnen des SV Werder Bremen an. Die damalige U-Nationalspielerin wurde in der Saison 2016/17 beim 2. Ligaspiel in Jena in der höchsten Bundesligaklasse mit 16 Jahren ins kalte Wasser geworfen und stand in der Startelf. Wie schon beschrieben aufgrund eines Wadenbeinbruchs von Lena Pauels. Von ihr und auch von Katharina Schiechtl, die damals ihre Mentorin war, meisterte sie die Aufgaben. Besonders in Erinnerung soll uns dabei das Ligaspiel gegen Turbine Potsdam in der Erinnerung bleiben, wo sie die Potsdamer Spielerinnnen durch glänzende Paraden zur Verzweiflung gebracht hatte. Für manch ein Anhänger/in in Potsdam wird sie noch heute mit diesem Spiel in Verbindung gebracht. Die folgenden Jahre war zu zumeist die Nummer 2 hinter Lena Pauels und zu Stellle wenn sie gebraucht wurde. Erst in der Saison 2021/22 setzte sie sich zur Nummer 1 im Werder Tor durch und zeichnete sich durch mehrfach durch und war ein wesentlicher Faktor dafür, dass Werder Bremen erstklassig geblieben ist. Nun folgt sie dem Lockruf vom VFL Wolfsburg und wir wünschen ihr dabei alles Gute und Einsatzzeiten.
Wie man erkennen kann, sind beide Torhüterinnen einen langen Weg zusammengegangen und haben sind auch durch den Konkurrenzkampf so weiterentwickeln können, dass sie nun für die nächsten Aufgaben bereit sind. Wir bedanken uns beide für die lange Zeit beim SV Werder Bremen und wünschen beiden alles Gute.

Mit Sarah-Lisa Dübel verlässt eine weitere Torhüterin den Verein. Erst in der abgelaufenen Saison kam sie vom SC Sand an die Weser. Zuvor stand sei ein Jahr beim SC Sand zwischen die Pfosten, so sie nach einem langem USA-Aufenthalt dazustieß. Sie absolvierte leider nur ein Pflichtspieleinsatz (DFB-Pokal in Henstedt-Ulzburg). Danach sollte eine langwidrige Rückenverletzung weitere Einsätze unmöglich machen. Trotz dem eigenen Verletzungsleiden unterstützte sie das Team von der Tribüne aus. Wir wünschen ihr für ihren weiteren Weg alles Gute und danken ihr für ihre Zeit bei Grün-Weiß.

Agata Tarczyńska wurde bereits nach der Saison 21/22 verabschiedet (wir sagen DANKE). In der Sommerpause überlegte sie es sich nochmal anders und sie kam zu der abgelaufenen Saison wieder zurück. Leider machte das erneute Aufbrechen ihrer Verletzung es unmöglich, dass sie in dieser Saison entscheidend mitwirken konnte. Dabei hatte sie eine gute Vorbereitungszeit. Mittlerweile hat sie erklärt, dass sie ihre Fußballschuhe an den Nagel hängt. Dafür wünschen wir ihr alles Gute für ihre Zeit nach der Karriere.

Eefje Bötjer stieß in der Saison 21/22 aus der U17-Jugend zu der Ersten des SV Werder Bremen und hatte dabei drei Erstligaeinsätze. Zumeist lief sie in den beiden abgelaufenen Spielzeiten jedoch für Werders Zweite auf. Auch wenn sich nun der Traum von weiteren Einsätzen in Deutschlands höchster Spielklasse zumindest nicht mehr bei Werder Bremen erfüllbar scheint, so möchten wir zum einen Danke für den Einsatz sagen, und ihr mitgeben weiter an sich zu glauben. Manchmal braucht es Umwege, um seine Träume zu erfüllen. Wir wünschen Eefje dabei nur das Beste.
Stefanie Sanders und Selma Licina kamen in der Winterpause zu Werder Bremen zurück. Beide kamen nach langen Auslandseinsätzen wieder zurück.

Stefanie Sanders kam 2013 zu Werder Bremen in den Nachwuchsbereich und durchlief alle U-Nationalmannschaften. Bereits mit 16 Jahren spielte sie regelmäßig in Werders Erste. Sie gehörte zu der vielbesagten „Goldenen Generation“ von Werder Bremen. Mit der U17 wurde sie in der Saison 2014/15 deutsche U17-Vizemeisterin. Bereist da kam sie schon regelmäßig in der Ersten vom SV Werder Bremen in der 2. Liga zu Einsätzen und stieg in der 1. Liga auf. Zwei Jahre blieb sie, wo sie zum einen leider zunächst den Klassenerhalt in der 1. Liga mit dem Team nicht schaffte, jedoch darauffolgend den Wiederauftieg schaffte. Zum Ende der Saison erlitt sie leider einen Kreuzbandriss. Dies tat jedoch einen 1, jährigen Aufenthalt in College-Team in den USA keinen Abbruch. Danach kehrte sie nach Deutschland zurück und schloss sich den SC Freiburg an, wo sie 1.5 Jahr blieb. Danach absolvierte sie 2 Jahre beim schwedischen Topteam vom FC Rosengart (Malmö), wo sie zweimal schwedische Meisterin wurde. Nach zwei Spielzeiten kam sie zum SV Werder Bremen in diesem Winter wieder zurück. Leider kam sie über eine Ergänzungrolle nicht hinaus. Wir wünschen Steffo alles Gute und Liebe für ihre Zukunft und wünschen ihr, dass sie nun woanders ihr sportliches Glück findet.

Selma Licina kam in diesem Winter aus den USA (College-Tea,) zu Werder Bremen wieder zurück. Im letzten Frühjahr (2022) hatte sie zwischenzeitlich wieder Einsätze für Werders Zweite. Dieses war möglich, da sie ein Doppelspielrecht besaß (Bei College-Teams möglich) und in der Saisonpause in Bremen weilte. In der Rückrunde 22/23 hatte sie ein Einsatz in der 1. Liga. Meist lief sie in der Saison für die Zweite auf. Wir danken Selma und wünschen ihr alles Gute für ihren weiteren Weg.
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