Die WERDERFRAUEN haben sich im Nachholspiel der Google Pixel Frauen-Bundesliga ein 0:0 gegen den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg erarbeitet. Vor 2279 Zuschauer*innen auf Platz 11 zeigte Werder vor allem im ersten Durchgang einen starken Auftritt und verdiente sich den Punkt mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

Vor dem Duell mit Wolfsburg musste Werder personell umbauen. Kapitänin Lina Hausicke fehlte gelbgesperrt, zudem musste auch Amira Arfaoui wegen einer Rotsperre passen. Dafür kehrte Hanna Németh nach mehrwöchiger Pause zurück in die Startelf und feierte ihr Comeback. Mit Michaela Brandenburg stand außerdem eine weitere Rückkehrerin wieder im Kader. Die 28-Jährige konnte verletzungsbedingt in dieser Saison bislang noch nicht eingreifen und hoffte nun auf ihre ersten Minuten in der Spielzeit 2025/26.

Schon vor dem Anpfiff war auf der Gegengeraden ein Thema sichtbar, das viele Werder-Fans weiter beschäftigt. Mit dem Banner „WO 2. STADIONSPIEL?“ machten sie darauf aufmerksam, dass vor der Saison zwei Spiele im Weserstadion angekündigt worden waren, der Verein von einem zweiten Termin im großen Stadion inzwischen aber Abstand genommen hat.
Auf dem Platz legte Werder dann eine richtig gute erste Halbzeit hin. Gegen den Tabellenzweiten waren die Grün-Weißen das klar bessere Team und hätten mit etwas mehr Konsequenz vor dem Tor sogar in Führung gehen können. Wolfsburg tat sich im Spiel nach vorne lange schwer, kam nur selten gefährlich vors Tor und konnte zunächst kaum für echte Gefahr sorgen.
Die beste Gelegenheit des ersten Durchgangs hatte Werder in der 31. Minute. Sternad trieb den Ball über die rechte Seite mit viel Tempo nach vorne, ihre Hereingabe blieb zunächst noch hängen. Petermann schaltete jedoch sofort und brachte den Ball zu Mühlhaus. Beim Klärungsversuch schoss Minge zwar noch eine Mitspielerin an den Arm, doch die Pfeife blieb stumm. Mühlhaus kam dadurch an den Ball, legte ihn sich zurecht und scheiterte aus rund fünf Metern an Tufekovic.
Nach der Pause kam Wolfsburg etwas besser ins Spiel, doch Werder hielt stark vdagegen und ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Die zweite Halbzeit war insgesamt ausgeglichen und umkämpft, klare Torchancen blieben auf beiden Seiten aber weiter selten. In der 69. Minute bot sich den Gastgeberinnen noch einmal eine gute Möglichkeit, als Wirtz D’Angelo mit einem Steckpass in Szene setzte. Die Außenspielerin visierte das lange Eck an, schob den Ball aber knapp am Tor vorbei.
In der Schlussphase wurde es dann doch noch einmal hektisch. In der 86. Minute sah Sarah Gutmann die Rote Karte, nachdem sie Bussy nach einem Steckpass als letzte Frau gestoppt hatte. Der anschließende Freistoß brachte Wolfsburg allerdings nichts ein. Nur zwei Minuten später waren dann auch die Gäste nur noch zu zehnt. Levels wusste Sternad kurz vor der Strafraumkante nur noch mit einem Foul zu stoppen und flog ebenfalls mit Rot vom Platz.
Am Ende blieb es beim torlosen Remis. Werder nahm gegen den Tabellenzweiten einen verdienten Punkt mit in einer Partie, die zwar über weite Strecken chancenarm war, aber dennoch viel Intensität hatte. Die beiden Platzverweise kurz vor Schluss sorgten noch einmal für zusätzliche Spannung, am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr.
Im Parallelspiel des Abends setzte sich der FC Bayern gegen Union Berlin durch und sicherte sich damit die Meisterschaft. Dazu gehen Glückwünsche nach München.
Fazit: Die WERDERFRAUEN können stolz auf diesen Auftritt sein. Sie haben Wolfsburg über die gesamte Spielzeit immer wieder gestresst, kaum zur Entfaltung kommen lassen und sich diesen Punkt mit einer starken, geschlossenen Leistung verdient.
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