Lebenslang Grün-Weiß

SV Werder Bremen: Dramatisches Derby-Unentschieden im Volksparkstadion

Mehr als 12.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten im Volksparkstadion für eine eindrucksvolle Derbyatmosphäre, darunter rund 1.700 Werderfans, die das grün-weiße Team lautstark unterstützten. Am Ende stand ein 1:1 zwischen den Frauen des SV Werder Bremen und dem Hamburger SV, ein Ergebnis, das hart erarbeitet wurde, sich aber dennoch nicht wie ein echter Schritt nach vorne anfühlt.

Zum wiederholten Mal vertraute Friederike Kromp auf dieselbe Startformation. Das steht für Kontinuität und Vertrauen in die eingespielte Struktur. Gleichzeitig wirkt das Spiel des grün-weißen Teams inzwischen sehr klar angelegt und für Gegner gut lesbar. Gerade in einem Derby, das von Überraschungsmomenten lebt, hätte eine veränderte Anfangsformation womöglich zusätzliche Unberechenbarkeit schaffen können.


Die 18. Minute brachte den ersten Wendepunkt. Nach einem leichten Kontakt im Strafraum entschied die Schiedsrichterin auf Elfmeter für den HSV. Eine Entscheidung, die aus grün-weißer Sicht zumindest diskussionswürdig war und die Stimmung im Stadion spürbar aufheizte. Sophie Hillebrand verwandelte zur Führung.


Kurz vor der Pause folgte in der 43. Minute der nächste Strafstoß für die Gastgeberinnen. Auch diese Szene wirkte in der Entstehung nicht eindeutig und sorgte erneut für Diskussionen. Wieder trat Hillebrand an, doch diesmal war Mariella El Sherif zur Stelle und parierte stark. Diese Aktion hielt Werder im Spiel und setzte ein wichtiges Zeichen vor dem Seitenwechsel.

Nach der Pause übernahm Werder mehr und mehr die Kontrolle. Mehr Ballbesitz, mehr Präsenz, mehr Überzeugung in den Aktionen nach vorne. In der 63. Minute wurde Larissa Mühlhaus im Strafraum zu Fall gebracht. Sie trat selbst an und verwandelte souverän zum verdienten Ausgleich.

In der Schlussphase drängte das grün-weiße Team auf den Sieg. In der 88. Minute hatte Michelle Ulbrich nach einer Ecke die große Möglichkeit, setzte den Ball jedoch knapp neben das Tor. Auf der Gegenseite blieb es ebenfalls gefährlich, sodass die Partie bis in die Nachspielzeit offen war.

Dort sah Lina Hausicke auf der Bank noch Gelb-Rot. In einer ohnehin hoch emotionalen Schlussphase brachte diese Situation zusätzliche Unruhe in ein Spiel, das eigentlich einen kühlen Kopf gebraucht hätte.

Auch die Spielleitung sorgte über weite Strecken für Gesprächsstoff. Zwei der drei Elfmeterentscheidungen wirkten zumindest zweifelhaft und trugen zur aufgeheizten Atmosphäre bei. In solchen Derbys ist eine klare Linie besonders wichtig. Sie war nicht immer eindeutig erkennbar.

Unterm Strich bleibt das dritte Unentschieden in Folge. Die Mannschaft zeigte Moral, übernahm im zweiten Durchgang die Initiative und verdiente sich den Ausgleich. Dennoch bleibt das Gefühl, dass in diesem Derby mehr möglich gewesen wäre.

Ein schöner Moment dieses Nachmittags war das Debüt von Winterneuzugang Sarah Ernst in der 1. Frauen-Bundesliga im grün-weißen Trikot. Zu diesem besonderen Meilenstein gratulieren wir herzlich und wünschen ihr für die kommenden Aufgaben weiterhin viel Erfolg und Selbstvertrauen.


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