Die Werder-Frauen haben den SC Freiburg nach einer starken ersten Halbzeit mit 4:3 bezwungen. Am Ende wurde es nach einer 3:0-Pausenführung noch unnötig eng. Werder II führte beim VfL Wolfsburg II bereits mit 2:0, verlor die Partie aber noch mit 2:4.
Beide Werder-Teams verschafften sich am Sonntag zunächst eine gute Ausgangslage, doch die Begegnungen entwickelten sich unterschiedlich. Die Bundesliga-Frauen brachten ihren Vorsprung gegen den SC Freiburg trotz einer unruhigen Schlussphase ins Ziel. Werder II gab in Wolfsburg dagegen eine 2:0-Führung aus der Hand und blieb ohne Punkt. Damit standen am Ende ein Heimsieg und eine Auswärtsniederlage.
Google Pixel Frauen-Bundesliga · 8. Spieltag
SV Werder Bremen – SC Freiburg
4:3 (3:0)
Sonntag, 25. Oktober 2026 · Stadion „Platz 11“
Tore: 1:0 Lilli Purtscheller (12.), 2:0 Sarah Gutmann (30.), 3:0 Isabella Jaron (35.), 3:1 Selina Vobian (51.), 4:1 Sarah Gutmann (85.), 4:2 Selina Vobian (90.), 4:3 Sabah Seghir (90.+3)
Zwei Änderungen in der Startelf
Cheftrainerin Fritzy Kromp veränderte ihre Anfangsformation im Vergleich zur 2:3-Niederlage in Leverkusen auf zwei Positionen. Lilli Purtscheller begann anstelle von Elena Dhont auf dem rechten Flügel. Medina Dešić ersetzte Mei Shimada im Sturmzentrum. Vanessa Fischer stand erneut im Tor.
Zu Beginn war es auf Platz 11 stürmisch und regnerisch. Davon ließen sich die Fans nicht abhalten. 1.552 Zuschauer*innen kamen zum Spiel und unterstützten die Werder-Frauen von den Rängen.
Werder belohnt den druckvollen Beginn
Werder begann druckvoll und erspielte sich früh gute Abschlussmöglichkeiten, ließ diese zunächst aber ungenutzt. In der 12. Minute folgte die verdiente Führung. Lilli Purtscheller erzielte mit dem 1:0 zugleich ihren ersten Treffer in der Frauen-Bundesliga.
Die Grün-Weißen blieben offensiv gefährlich. Sarah Gutmann erhöhte in der 30. Minute auf 2:0 und erzielte damit ihren ersten Treffer für Werder. Nur fünf Minuten später traf Isabella Jaron zum 3:0. Werder hatte seine Möglichkeiten nun konsequent genutzt und sich bis zur Pause einen deutlichen Vorsprung erarbeitet.
Ganz fehlerfrei war der Auftritt allerdings nicht. Aus unserer Sicht brachten Unkonzentriertheiten und unnötige Ballverluste die Freiburgerinnen zwischenzeitlich wieder in die Begegnung. Vor der Pause konnten die Gäste daraus noch keinen Nutzen ziehen.
Freiburg bleibt im Spiel
Nach dem Seitenwechsel verkürzte Selina Vobian in der 51. Minute auf 3:1. Werder gelang es nun nicht mehr, die Begegnung so klar zu bestimmen wie im ersten Durchgang. Freiburg blieb im Spiel, während die Bremerinnen ihre Angriffe nicht mehr mit derselben Ruhe ausspielten.
Sarah Gutmann schien die Partie mit ihrem zweiten Treffer für Werder in der 85. Minute entschieden zu haben. In der Schlussphase kam zudem Elena Mühlemann ins Spiel und feierte ihren ersten Pflichtspieleinsatz für die Grün-Weißen.
Zwei späte Gegentore
Doch auch eine 4:1-Führung brachte Werder nicht sicher über die Zeit. Selina Vobian traf in der 90. Minute erneut, Sabah Seghir verkürzte in der dritten Minute der Nachspielzeit sogar noch auf 4:3.
Am Sieg änderte sich nichts mehr. Nach einer 3:0-Pausenführung und dem zwischenzeitlichen 4:1 hätte Werder die Begegnung allerdings wesentlich ruhiger beenden müssen. Die beiden späten Gegentore machten eine Partie noch einmal eng, die längst entschieden schien.
Drei Punkte und ein gemischter Eindruck
Nach dem Abpfiff wirkten die Spielerinnen auffallend leer. Möglicherweise machte sich dabei noch die Krankheitswelle der vergangenen Tage bemerkbar. Sicher beurteilen lässt sich das von außen nicht.
Für uns als Fanclub blieb dennoch ein enttäuschender Eindruck. Die Leidenschaft, mit der die Fans das Team während der gesamten Begegnung unterstützt hatten, spiegelte sich in der unmittelbaren Reaktion der Spielerinnen nach dem Schlusspfiff kaum wider. Das war schade.
Bei aller berechtigten Kritik bleiben drei Punkte und eine erste Halbzeit, in der Werder offensiv vieles richtig machte. Daran kann die Mannschaft anknüpfen. Die Schlussphase zeigte zugleich deutlich, woran sie weiterarbeiten muss.
Spielstatistik
SV Werder Bremen: Fischer – Zieniewicz, Ulbrich, Purtscheller (77. Shimada), Dešić, Jaron (67. Mahmoud), Vanzeir (77. Sträßer), Weiß (77. Dhont), Hipp, Gutmann, Wirtz (85. Mühlemann)
Ersatzbank: Farwick – Gmeineder, Shimada, Mahmoud, Mühlemann, Sträßer, Dhont, Penner
Tore: 1:0 Purtscheller (12.), 2:0 Gutmann (30.), 3:0 Jaron (35.), 3:1 Vobian (51.), 4:1 Gutmann (85.), 4:2 Vobian (90.), 4:3 Seghir (90.+3)
Gelbe Karten: Gutmann, Wirtz, Hipp, Dhont / Kolb, Maas
Zuschauer*innen: 1.552
Werder II verspielt Zwei-Tore-Führung
Frauen-Regionalliga Nord
VfL Wolfsburg II – SV Werder Bremen II
4:2 (1:2)
Sonntag, 25. Oktober 2026 · 14:00 Uhr
Tore: 0:1 Matilda Schütte (21.), 0:2 Zoé Grumbrecht (26.), 1:2 Emma Fuchs (36.), 2:2 Hannah Kietz (47.), 3:2 Yuko Inose (60.), 4:2 Maria Agathe Jonietz (74.)
Guter Beginn bleibt ohne Ertrag
Werder II brachte sich in Wolfsburg zunächst in eine gute Ausgangsposition. Matilda Schütte traf in der 21. Minute zum 1:0, fünf Minuten später erhöhte Zoé Grumbrecht auf 2:0. Die Gastgeberinnen verkürzten durch Emma Fuchs noch vor der Pause auf 1:2.
Wolfsburg dreht die Partie nach der Pause
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel glich Hannah Kietz für Wolfsburg aus. Yuko Inose drehte die Partie in der 60. Minute vollständig, ehe Maria Agathe Jonietz mit dem 4:2 in der 74. Minute den Endstand herstellte.
Damit gab Werder II eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand und blieb trotz des gelungenen Starts ohne Punkt. Die Niederlage ist besonders bitter, weil sich die Bremerinnen innerhalb von fünf Minuten eine gute Ausgangslage erarbeitet hatten. Diese Führung konnten sie jedoch nicht behaupten.
Die ersten 26 Minuten bleiben dennoch ein Ansatzpunkt. Werder II zeigte, dass die Mannschaft auch auswärts zu Treffern kommen kann. Beim nächsten Mal muss es gelingen, eine solche Führung länger zu schützen.
Spielstatistik
Tore: 0:1 Schütte (21.), 0:2 Grumbrecht (26.), 1:2 Fuchs (36.), 2:2 Kietz (47.), 3:2 Inose (60.), 4:2 Jonietz (74.)
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