Lebenslang Grün-Weiß

Dešić und Dhont treffen, Mahmoud und Shimada debütieren

Ein Länderspieltag mit vielen besonderen Momenten für die Werder-Spielerinnen: Medina Dešić und Elena Dhont treffen für ihre Nationalteams, Marie Gmeineder führt die deutsche U19 als Kapitänin aufs Feld und Tuana Mahmoud feiert kurz nach ihrem Verbandswechsel ihr Debüt für die Türkei. Auch Mei Shimada erlebt mit ihrem ersten Einsatz für Japans A-Nationalmannschaft einen besonderen Moment. Und zwischen Belgien und Polen stehen sich zeitweise mit Dhont, Luna Vanzeir und Wiktoria Zieniewicz gleich drei Teamkolleginnen im Nationaltrikot gegenüber.

WERDERFRAUEN INTERNATIONAL

Tore, Debüts und besondere Geschichten aus den Nationalteams.

Ein abwechslungsreicher Länderspieltag liegt hinter den Werder-Spielerinnen. Es gab zwei Treffer, eine Kapitänsbinde, gleich zwei Debüts und in den WM-Playoffs sogar ein direktes Duell zwischen Teamkolleginnen.

Während Medina Dešić und Elena Dhont für ihre Nationalteams trafen, führte Marie Gmeineder die deutsche U19 als Kapitänin aufs Feld. Mariella El Sherif und Sarah Gutmann waren für Österreich über die volle Distanz gefordert. Und gleich zwei Werder-Spielerinnen erlebten einen ganz besonderen Moment: Tuana Mahmoud feierte kurz nach ihrem Verbandswechsel ihr Debüt für die Türkei, Mei Shimada ihr Debüt in der japanischen A-Nationalmannschaft.

Der Länderspieltag im Überblick

Montenegro – Bosnien-Herzegowina 3:2 (3:1)

Dešić trifft für Montenegro

Einen richtig guten Start in den Tag erwischte Medina Dešić. Sie stand in der Startelf und brachte Montenegro bereits in der 12. Minute mit 1:0 in Führung. Noch vor der Pause fielen insgesamt vier Treffer. Montenegro nahm eine 3:1-Führung mit in die Kabine und brachte den Vorsprung trotz des späteren Anschlusstreffers über die Zeit.

Ungarn U19 – Deutschland U19 1:5 (0:1)

Gmeineder führt die deutsche U19 als Kapitänin an

Für Marie Gmeineder gab es eine besondere Aufgabe: Sie führte die deutsche U19 als Kapitänin aufs Feld. Deutschland lag zur Pause mit 1:0 vorne, musste nach dem Seitenwechsel aber zunächst den Ausgleich hinnehmen.

Gmeineder wurde in der 62. Minute beim Stand von 1:1 ausgewechselt. Danach zog Deutschland davon und erzielte noch vier Treffer zum deutlichen 5:1-Erfolg.

Kosovo – Österreich 1:2 (1:1)

El Sherif und Gutmann über die volle Distanz

Österreich musste im Playoff-Hinspiel zunächst einem frühen Rückstand hinterherlaufen, drehte die Partie aber noch und verschaffte sich mit dem 2:1-Auswärtssieg eine gute Ausgangslage für das Rückspiel. Mariella El Sherif stand im Tor und absolvierte ebenso wie Sarah Gutmann die kompletten 90 Minuten. Julia Magerl und Lilli Purtscheller kamen nicht zum Einsatz.

Türkei – Slowenien 3:3 (2:0)

Mahmoud feiert ihr Debüt für die Türkei

Für Tuana Mahmoud war es ein besonderer Abend. Nur kurze Zeit nach ihrem Verbandswechsel absolvierte die Werder-Spielerin bereits ihr erstes Länderspiel für die Türkei. Gegen Slowenien begann sie zunächst auf der Bank und wurde in der 64. Minute beim Stand von 2:1 eingewechselt.

Sportlich verlief das Debüt turbulent. Die Türkei hatte zur Pause bereits mit 2:0 geführt und erhöhte nach Mahmouds Einwechslung noch einmal auf 3:1. Slowenien kam jedoch zurück und erzielte in der Nachspielzeit noch den Treffer zum 3:3-Endstand.

Belgien – Polen 1:0 (1:0)

Dhont entscheidet das direkte Duell

Eine besondere Konstellation gab es zwischen Belgien und Polen. Elena Dhont begann auf der linken belgischen Offensivseite, während Wiktoria Zieniewicz auf der rechten polnischen Abwehrseite verteidigte. Damit standen sich die beiden Teamkolleginnen auf derselben Seite als direkte Gegenspielerinnen gegenüber.

Kurz vor der Pause setzte Dhont dann das entscheidende Ausrufezeichen. Nach Vorarbeit von Tessa Wullaert erzielte sie in der 45.+3 Minute das 1:0 für Belgien – und dieser Treffer sollte am Ende für den Sieg reichen.

Zieniewicz sah in der 31. Minute die Gelbe Karte und wurde erst in der 90.+5 Minute ausgewechselt. Luna Vanzeir kam bei Belgien in der 65. Minute ins Spiel. Damit standen sich zeitweise mit Dhont und Vanzeir auf belgischer sowie Zieniewicz auf polnischer Seite gleich drei Werder-Spielerinnen im Nationaltrikot gegenüber.

Japan – Haiti 5:1

Besonderer Moment für Shimada: Debüt für Japan

Auch für Mei Shimada wurde dieser Länderspieltag zu einem ganz besonderen. Bei ihrer ersten Berufung in die japanische A-Nationalmannschaft durfte die Werder-Stürmerin gegen Haiti zugleich ihr Debüt für Nadeshiko Japan feiern.

Japan gewann die Begegnung deutlich mit 5:1. Für Shimada dürfte dabei vor allem ihr erster Einsatz im Trikot der A-Nationalmannschaft in Erinnerung bleiben. Schon am Dienstag wartet in Bremen die nächste besondere Begegnung auf sie.

Die nächsten Spiele warten bereits

Für Marie Gmeineder geht es bereits am Montag weiter. Die deutsche U19 trifft in Telki auf Österreich. Auch dort gibt es einen interessanten Bezug nach Bremen: Werders Co-Trainerin Analyse Michaela Specht arbeitet für Österreich als Videoanalystin.

Am Dienstag folgen die Rückspiele in den WM-Playoffs. Auf Mei Shimada wartet zudem eine Begegnung mit ganz besonderem Bremer Bezug: Nach ihrem Debüt gegen Haiti trifft sie mit Japan im Weserstadion auf Deutschland.

Zwei Treffer durch Medina Dešić und Elena Dhont, die Kapitänsbinde für Marie Gmeineder, die Nationalmannschaftsdebüts von Tuana Mahmoud und Mei Shimada sowie komplette Einsätze von Mariella El Sherif und Sarah Gutmann: Der erste Länderspieltag hatte aus Sicht der Werder-Spielerinnen einiges zu bieten. Und die nächsten Begegnungen stehen bereits vor der Tür.

Stand: 10. Oktober 2026. Ergebnisse und Einsatzdaten nach den offiziellen Spielinformationen der jeweiligen Verbände und der UEFA.


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