Werder Bremen II hat im Stadtderby beim ATS Buntentor eine starke Reaktion gezeigt. Das junge Team war über die gesamte Spielzeit klar überlegen und gewann auch in dieser Höhe verdient mit 6:1. Bereits zur Pause führte Werder durch zwei Treffer von Marlena Dirks und ein Tor von Jolina Stamme mit 3:0, hätte angesichts zahlreicher ausgelassener Möglichkeiten aber noch deutlicher vorne liegen können. Ein besonderer Abend war es für Thea Farwick, die nach langer Verletzungspause erstmals für Werder im Tor stand.
0:1 Marlena Dirks (6.)
0:2 Marlena Dirks (12.)
0:3 Jolina Stamme (45.)
0:4 Lucie Meyer (49.)
0:5 Jonna-Marie Hambrock (50.)
1:5 Lauren Amber Zago (69.)
1:6 Celine Drechsel (70.)
Von Beginn an nur eine Richtung
Werder übernahm vom Anpfiff an die Kontrolle. Die Bremerinnen ließen den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen, setzten Buntentor früh unter Druck und erspielten sich eine Möglichkeit nach der anderen.
Marlena Dirks brachte das junge Werder-Team bereits in der sechsten Minute in Führung. Nur sechs Minuten später traf sie erneut und erhöhte auf 2:0. Die beiden frühen Tore spiegelten die deutliche Überlegenheit wider, sorgten aber keineswegs dafür, dass Werder einen Gang zurückschaltete.
Auch danach spielte sich die Begegnung fast ausschließlich in eine Richtung ab. Werder bestimmte das Tempo, gewann viele Bälle früh zurück und fand immer wieder den Weg in den gegnerischen Strafraum. Lediglich die Chancenverwertung verhinderte eine noch deutlichere Führung.
Unmittelbar vor dem Pausenpfiff erzielte Jolina Stamme das 3:0. Selbst dieser Zwischenstand schmeichelte den Gastgeberinnen, denn Werder hatte genügend Möglichkeiten, um bereits nach den ersten 45 Minuten wesentlich höher zu führen.
Doppelschlag direkt nach der Pause
Nach der Pause setzte sich die Bremer Dominanz nahtlos fort. Lucie Meyer erhöhte in der 49. Minute auf 4:0. Nur eine Minute später legte Jonna-Marie Hambrock den fünften Werder-Treffer nach.
Spätestens nach diesem Doppelschlag war die Begegnung entschieden. Werder blieb dennoch konzentriert, kombinierte weiter nach vorne und suchte konsequent nach spielerischen Lösungen. Buntentor fand kaum Mittel, um das junge Team aus dem Rhythmus zu bringen.
Werder lässt sich nicht aus der Ruhe bringen
Die Gastgeberinnen versuchten im weiteren Verlauf teilweise, mit Provokationen Unruhe in die Partie zu bringen. Werder ließ sich darauf jedoch nicht ein. Die Spielerinnen blieben ruhig, konzentrierten sich auf den Fußball und fanden auch in diesen Phasen immer wieder spielerische Lösungen.
In der 69. Minute gelang Lauren Amber Zago der Treffer zum 1:5. Werder zeigte davon jedoch keine Wirkung und antwortete nur eine Minute später auf dem Platz. Celine Drechsel stellte mit dem 6:1 umgehend den alten Abstand wieder her.
Auch in der Schlussphase blieb Werder die bessere Mannschaft und brachte den deutlichen Vorsprung sicher über die Zeit.
Ein besonderer Abend für Thea Farwick
Neben dem klaren Derbysieg gab es noch einen besonderen persönlichen Moment. Thea Farwick stand erstmals in einem Spiel für Werder zwischen den Pfosten. Die Torhüterin war im Sommer vom Zweitligisten SV Meppen zur Bundesligamannschaft gewechselt.
Nach einer langen Verletzungspause konnte Farwick nun erstmals wieder ein Spiel bestreiten. Dass ihre Rückkehr ausgerechnet mit einem so überzeugenden Auftritt der Zweiten und einem deutlichen Derbysieg verbunden war, machte den Abend für sie umso schöner.
Hochverdienter erster Saisonsieg
Am Ende stand ein auch in dieser Höhe verdienter 6:1-Erfolg. Werder war über die gesamte Spielzeit die klar bessere Mannschaft, ließ den Gastgeberinnen kaum Raum und überzeugte durchgehend mit spielerischen Lösungen.
Der einzige Kritikpunkt war die Chancenverwertung. Angesichts der vielen Möglichkeiten hätte das Ergebnis noch deutlicher ausfallen können. Nach dem 1:3 in Aurich zeigte das junge Team jedoch genau die richtige Reaktion und belohnte sich mit dem ersten Sieg der neuen Regionalliga-Saison.
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