Die Vorbereitung ist beendet, jetzt geht es um die ersten Punkte. Von Samstag bis Montag starten die Bundesliga-Frauen, Werder II sowie die U17- und U15-Juniorinnen in die Saison 2026/27. Zum Auftakt warten vier ganz unterschiedliche Aufgaben, darunter das kleine Nordderby gegen die U21 des Hamburger SV und das Bundesliga-Duell bei den Aufsteigerinnen aus Mainz.
Nach Wochen mit Testspielen, Trainingslagern und vielen Veränderungen beginnt das, worauf alle vier Teams hingearbeitet haben. Der Pflichtspielauftakt verteilt sich auf drei Tage. Den Anfang machen am Samstag die U17-Juniorinnen, am Sonntag folgen die U15-Juniorinnen und Werder II. Den Abschluss bilden am Montagabend die Bundesliga-Frauen.
Bundesliga-Frauen: Start bei den Aufsteigerinnen
Für die Bundesliga-Frauen beginnt die neue Saison am Montagabend beim 1. FSV Mainz 05. Nach der Rekordsaison 2025/26 und einem größeren personellen Umbruch ging es in der Vorbereitung vor allem darum, die zahlreichen Neuzugänge zu integrieren und neue Abläufe zu entwickeln.
Die Generalprobe machte Mut. Im letzten Test setzte sich Werder über insgesamt 120 Minuten deutlich mit 5:1 gegen den Hamburger SV durch. Isabella Jaron traf doppelt, außerdem waren Michelle Ulbrich, Mei Shimada und Elena Dhont erfolgreich. Vor allem die Präsenz im Pressing und in den Zweikämpfen stimmte. Ein Testspielsieg bringt allerdings noch keine Bundesligapunkte. In Mainz wartet eine Mannschaft, die mit viel Selbstvertrauen und großer Euphorie in ihr erstes Spiel in der höchsten deutschen Spielklasse gehen wird.
Der 1. FSV Mainz 05 ist kein gewöhnliches Aufstiegsteam. Innerhalb von zwei Jahren gelang der Weg aus der Regionalliga Südwest über die 2. Frauen-Bundesliga bis in die Bundesliga. Die Mainzerinnen beendeten die vergangene Saison auf dem zweiten Tabellenplatz und sicherten sich den Aufstieg mit neun Siegen in Folge. Besonders die Offensive sorgte für Aufmerksamkeit. Vital Kats erzielte 22 Treffer, Chiara Bouziane kam auf 18 Tore.
Kurz vor dem Bundesliga-Auftakt sorgte allerdings der Umgang mit der Aufstiegsmannschaft für deutliche Kritik. Bei einer Ehrung im Mainzer Stadthaus am 16. August fehlten 15 Spielerinnen, die in der vergangenen Saison den Aufstieg erkämpft hatten. Nach Angaben der langjährigen Kapitänin Heiðrún Sigurðardóttir waren sie nicht eingeladen worden, während bereits Neuzugänge und neue Mitglieder des Funktionsteams an der Veranstaltung teilnahmen. Mainz 05 räumte anschließend Fehler in der internen Organisation ein. Der Verein habe die betroffenen Spielerinnen persönlich kontaktiert. Gemeinsam mit der Stadt soll nun ein Ersatztermin vereinbart werden, damit auch sie sich in das Goldene Buch der Stadt Mainz eintragen können. Auf dem Platz dürfte der Vorgang am Montag dennoch nur eine Nebenrolle spielen.
Für Saskia Matheis wird der Saisonauftakt zu einem besonderen Wiedersehen. Die frühere Werder-Spielerin wechselte in diesem Sommer nach vier Jahren in Bremen zum 1. FSV Mainz 05 und trifft damit direkt am ersten Spieltag auf ihren ehemaligen Verein. Mit 94 Einsätzen in der Bundesliga und 53 Partien in der 2. Frauen-Bundesliga bringt die zentrale Mittelfeldspielerin viel Erfahrung in das Mainzer Team. Ob sie gegen Werder zum Einsatz kommt, entscheidet sich allerdings erst mit der Aufstellung.
Werder bringt deutlich mehr Bundesliga-Erfahrung mit. Das allein wird am Bruchweg aber nicht reichen. Die Spielerinnen müssen von Beginn an konzentriert sein, die erwartete Mainzer Intensität annehmen und Ballverluste in gefährlichen Räumen vermeiden. Gelingt das, ist ein erfolgreicher Start möglich.
Die Partie wird bei MagentaSport und DAZN sowie im Free-TV bei SPORT1 übertragen.
Zu den offiziellen Spielinfos bei Werder BremenWerder II: Kleines Nordderby zum Auftakt
Werder II startet mit einem Heimspiel in die Frauen-Regionalliga Nord. Gleich am ersten Spieltag kommt es auf dem Spiel- und Trainingsgelände von Werder Bremen zum kleinen Nordderby gegen die U21 des Hamburger SV.
Die zweite Frauenmannschaft hat im Sommer einen besonders großen Umbruch erlebt. 14 neue Spielerinnen sind zum Kader gestoßen, 13 von ihnen kommen aus der eigenen U17. Damit geht ein sehr junges Team in die neue Spielzeit. Die Vorbereitung diente deshalb nicht nur der körperlichen Arbeit, sondern vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Aufbau gemeinsamer Abläufe. Zum Abschluss standen noch zwei kurze Vergleiche mit Borussia Mönchengladbach II und dem niederländischen Team ACV Assen auf dem Programm.
Der Auftakt wird direkt zu einer anspruchsvollen Standortbestimmung. Beide Ligaduelle der vergangenen Saison gingen an die Hamburgerinnen. Werder unterlag zunächst zu Hause mit 0:4 und später auswärts mit 1:2. Wegen der vielen Veränderungen im Bremer Kader lassen sich diese Ergebnisse nur bedingt auf die neue Saison übertragen. Sie zeigen aber, dass die HSV U21 nicht unterschätzt werden darf.
Für Werder II wird es darauf ankommen, als Mannschaft geschlossen aufzutreten, einfache Ballverluste zu vermeiden und sich von möglichen Rückschlägen nicht aus dem Spiel bringen zu lassen. Gerade bei einem jungen Team wird zum Saisonstart noch nicht jeder Ablauf perfekt funktionieren. Entscheidend ist, wie die Spielerinnen gemeinsam damit umgehen.
U17-Juniorinnen: Als Titelverteidigerinnen nach Hannover
Bereits am Samstag beginnt für die U17-Juniorinnen die neue Saison in der B-Juniorinnen-Regionalliga Nord. Zum Auftakt reist das Team zu Hannover 96.
Die Werder-Spielerinnen gehen als Titelverteidigerinnen in die Spielzeit. In der vergangenen Saison belegten sie zunächst den ersten Platz in der Ligaphase und behaupteten sich anschließend auch in der Goldrunde. Der verdiente Lohn war die Meisterschaft in der Regionalliga Nord.
Auch gegen Hannover 96 war Werder in der vergangenen Saison zweimal erfolgreich. Dem deutlichen 8:0 im ersten Saisonspiel folgte ein 2:0-Auswärtssieg. Daraus ergibt sich für Samstag trotzdem kein Selbstläufer. In den Juniorinnenteams verändern sich die Kader in jedem Sommer, neue Jahrgänge rücken nach und Rollen werden neu verteilt. Ergebnisse aus der Vorsaison haben deshalb nur eine begrenzte Aussagekraft.
Die Vorbereitung war vielseitig. Nach der Teilnahme am Gothia Cup folgten ein weiterer Trainingsblock, das gemeinsame Trainingslager in Nortmoor und zum Abschluss viel Spielzeit bei einem internen Vergleich sowie gegen die U17 von Borussia Mönchengladbach. In Hannover geht es nun darum, die erarbeiteten Abläufe unter Pflichtspielbedingungen auf den Platz zu bringen. Geduld und eine konzentrierte Chancenverwertung dürften dabei besonders wichtig werden.
U15-Juniorinnen: Auftakt gegen die Junioren des VfL 07 Bremen
Für die U15-Juniorinnen beginnt die neue Spielzeit am Sonntag beim VfL 07 Bremen. Wie schon in der vergangenen Saison tritt das Team in einer C-Junioren-Landesklasse an und misst sich dort mit Juniorenmannschaften.
Diese Spiele stellen die Werder-Spielerinnen regelmäßig vor besondere Aufgaben. Tempo, Dynamik und körperliche Stärke spielen eine größere Rolle. Gleichzeitig bieten die Begegnungen wichtige Erfahrungen für die fußballerische und persönliche Entwicklung der Spielerinnen.
Im Trainingslager in Nortmoor arbeitete die Mannschaft intensiv an den Grundlagen für die neue Saison. Beim 8:1 gegen die U17 von SV TiMoNo/Warsingsfehn zeigte das Team bereits viel Spielfreude und einen guten Ballbesitzfußball. Im letzten Vorbereitungsspiel gegen die U15-Junioren des VfL Wildeshausen wartete anschließend noch einmal eine körperlich andere Aufgabe.
Beim VfL 07 Bremen wird es darauf ankommen, von Beginn an wach zu sein, in den Zweikämpfen konsequent dagegenzuhalten und trotzdem mutig Fußball zu spielen. Gerade für ein neu zusammengestelltes U15-Team ist der erste Pflichtspieltag immer auch eine Standortbestimmung.
Das Spielwochenende in chronologischer Reihenfolge
Vier Teams, vier unterschiedliche Aufgaben und vier erste Standortbestimmungen. Zum Saisonstart wird noch nicht alles reibungslos laufen. Wichtig ist, dass die Werder-Teams ihre jeweiligen Stärken auf den Platz bringen und auch in schwierigen Phasen zusammenbleiben.
Haftungsausschluss
Alle Angaben zu Terminen, Uhrzeiten, Spielorten und Wettbewerben wurden von uns nach bestem Wissen und Gewissen aus den Veröffentlichungen der beteiligten Vereine und Verbände zusammengetragen. Kurzfristige Änderungen, Absagen oder Verlegungen durch Vereine und Verbände sind dennoch möglich. Verbindlich sind ausschließlich die jeweils aktuellen Mitteilungen der zuständigen Vereine und Verbände.
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